Gänserndorfer fängt die ganze Sonne ein. Roland Zoll entwickelte mit einer Kollegin spezielle Batteriespeicher, die die unregelmäßige Einspeisung von Sonnen- und Windenergie ins Stromnetz verbessern.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 11. Dezember 2020 (04:33)
Roland Zoll aus Gänserndorf neben einem Netzspeicher in der Bundeshauptstadt.
Wiener Netze

Wie man die Stromnetze zukunftsfit macht, kann am besten der gebürtige Gänserndorfer Roland Zoll erklären. Der 41-jährige Mitarbeiter bei den Wiener Netzen forschte mit seiner Kollegin Elisabeth Hufnagl an speziellen Batteriespeichern und installierte sechs Stück davon nun an neuralgischen Punkten im Versorgungsgebiet NÖ und Wien.

„Die Batteriespeicher glätten – vereinfacht gesagt – Abweichungen der Spannungsqualität, indem sie unregelmäßigen Auslastungen entgegenwirken. Außerdem helfen sie uns, Überlastungen der Kabel und Transformatoren zu vermeiden bzw. Messdaten in Echtzeit zu erheben“, erklärt Netzplaner Zoll.

Wenn Strom produziert wird, braucht es Möglichkeiten, um die Energie, die nicht gleich verbraucht wird, zu speichern. Problematisch wird es in Zukunft, wenn es durch den stärkeren Einsatz von erneuerbaren Energien (Sonne, Wind) zu unregelmäßigen Einspeisungen ins Netz kommt. Diesem Problem widmeten sich der Gänserndorfer und seine Kollegin.

Nach zwei Jahren Forschung und Sammeln von Betriebserfahrung im Rahmen der Aspern Smart City Research (ASCR) kamen die beiden zu dem Schluss, dass ihre Batteriespeicher den Netzbetrieb effektiv und nachhaltig verbessern können. Die sechs Speicher und zahlreiche intelligente Trafostationen sorgen somit für Netzstabilität und hohe Versorgungssicherheit.