Hohenau an der March

Erstellt am 19. Januar 2017, 04:05

von Nina Wieneritsch

Teile von Park sollen Öko-Zentrum weichen. KPÖ-Politikerin lässt kein gutes Haar an Plänen der Gemeinde, auf Grünfläche zu bauen. SP-Ortschef erklärt Intention.

1971 erwarb die Gemeinde von der heutigen Stiftung Fürst Liechtenstein jene Grundstücke, auf denen sich heute der Liechtensteinpark befindet.  |  privat

Im Liechtensteinpark soll ein Öko-Zentrum entstehen (siehe auch Info-Box). Auf maximal 400 Quadratmetern soll dieses neben einer Info-Stelle auch diverse Flächen für Ausstellungen beinhalten. Die geplante Errichtung des Öko-Zentrums im Park in der Nähe des Atriums (mit diversen Räumlichkeiten und einem Restaurant) ermögliche es, die Fläche des Gebäudes so klein wie möglich zu halten, erklärt SP-Bürgermeister Robert Freitag.

Bauarbeiten im Park? Für Alexandra Benedik, Umweltaktivistin und KPÖ-Tierschutzsprecherin, liegt hier das Problem. Sie sei entsetzt, dass auf Grünland gebaut werden soll. „Wer durch den Park geht und das Zwitschern der Vögel hört, kann dafür kein Verständnis aufbringen“, meint Benedik. Und: „Es ist absurd, den Menschen Natur näherbringen zu wollen und dafür Grünraum zu zerstören.“

Ein Argument, das Bürgermeister Freitag nicht gelten lässt. Im Zuge der Errichtung erfolge nämlich auch eine Neugestaltung des Parks. Kaputte Bäume würden eliminiert, gesunde Pflanzen weitestgehend erhalten – „sicherlich keine Fehlinvestition, da bereits seit Jahren die Umgestaltung der Anlage wegen mangelnder Attraktivität auf der Erledigungsliste stand und nun im Einklang mit dem Öko-Zentrum umgesetzt werden kann“, so Freitag. Nachsatz: „Speziell im Bereich sensibler Umgang mit Grünraum ist Hohenau Paradebeispiel.“

Benedik fragt sich auch, ob man für sanften Tourismus ein „derart überdimensioniertes Projekt“ benötigt: „Ich denke, dass der Bürgermeister das touristische Potenzial des Ortes etwas überschätzt.“ Laut Freitag soll das Öko-Zentrum erste Anlaufstelle für Radtouristen sein, liegt der Park doch am Schnittpunkt von KTM-Radweg und dem Eurovelo 13. Damit sei ein Mehrwert für die gesamte Region gegeben.