60 Diebstähle seit Mai. Polizei bittet Bevölkerung um Mithilfe bei Ermittlungen: „Scheuen Sie sich nicht davor anzurufen!“

Von Redaktion NÖN.at. Erstellt am 29. Juli 2019 (16:37)
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 Seit einigen Monaten sind die Beamten der Polizei-Inspektion Hohenau mit einer massiven Anzahl an Einbrüchen und Einbruchsdiebstählen in ihrem Einzugsgebiet konfrontiert. Die Täter, die nach ersten Erkenntnissen aus dem benachbarten Ausland stammen, haben sich auf abgelegene Gartenhütten, Weinkeller, unversperrte Garagen und Gärten, aber auch auf Wohnhäuser spezialisiert.

Gerald Reichl vom Bezirkspolizeikommando: „Melden Sie auch Wahrnehmungen, die Ihnen seltsam vorkommen.“
BPK

„Sie nehmen eigentlich alles mit, was nur irgendwie zu tragen ist“, berichtet Gerald Reichl, oberster Kriminalist im Bezirk. Es ist von rund 60 Diebstählen die Rede, die seit Anfang Mai 2019 in den Gemeinden Dobermannsdorf, Ringelsdorf-Niederabsdorf und Drösing verübt wurden.

Auch an den vergangenen Wochenenden wurden in den Bereichen von Hohenau und Lassee Baumaschinen gestohlen. „Dies muss von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen worden sein“, so Reichl, der die Bevölkerung um Mithilfe bittet. „Hier wäre ein kurzer Anruf zielführend.“

Er führt aus: „Es hätte schon einige Male die Möglichkeit gegeben, die Täter zu stellen, da sie von Bewohnern auf frischer Tat ertappt wurden. Leider wurde aber nie die Polizei verständigt, sondern die Verfolgung der flüchtenden Täter selbst aufgenommen“, so Reichl, der vor solchen gefährlichen Aktionen warnt.

„Es hätte schon einige Male die Möglichkeit gegeben, die Täter zu stellen"

Ein Täter, in die Enge getrieben, werde alles unternehmen, damit er nicht gefasst wird. Es wird daher neuerlich ersucht, unverzüglich den Polizeinotruf 133 zu wählen. Wichtig wäre, die Fahrtrichtung des Täterfahrzeuges, wenn möglich ein Kennzeichen oder sonstige Auffälligkeiten zu melden – unter Umständen könne man aus sicherem Abstand ein Handy-Foto vom Fluchtfahrzeug machen.

Reichl weist darauf hin, dass keine Kosten anfallen, wenn der Notruf gewählt wird: „Rufen Sie lieber einmal mehr an als zu wenig. Jeder auch noch so kleine Hinweis wäre wichtig für unsere Arbeit.“ Die Polizei habe schon etliche Erkenntnise hinsichtlich der Täter, und da könne jedes noch so unwichtig erscheinende Detail zielführend sein.