AK-Wahl: Rot & Blau stärker als im NÖ-Schnitt. Hohe Wahlbeteiligung: 55,8 %. Rote und schwarze Kandidatin bleiben im AK-Rat.

Von Manuel Mattes. Erstellt am 10. April 2019 (03:25)
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Christine Asperger (FSG), Thomas Dudek (FA-FPÖ), Gabriele Koubek (NÖAAB-FCG) und Stefan Taibl (AUGE/UG)
FSG; FPÖ; ÖVP; Grünen

Auch im Bezirk Gänserndorf war die FSG (Fraktion sozialdemokratischer Gewerkschafter) der große Sieger der Arbeiterkammer-Wahl 2019: Sie konnte sich von 58,3 Prozent auf 63 Prozent verbessern. Bezirksspitzenkandidatin Christine Asperger aus Hohenau, die ihren Platz im AK-Parlament behält, konnte sich über einen satten Zugewinn freuen, war allerdings nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Verluste hingegen musste die Liste „NÖAAB-FCG Volkspartei NÖ“ hinnehmen. Beim Urnengang kam man auf 19,1 Prozent, im Jahr 2014 waren es noch 24,3 Prozent gewesen. Bezirksspitzenkandidatin Gabriele Koubek aus Drösing, die auch weiterhin im Arbeiterkammer-Parlament vertreten sein wird, zeigt sich dennoch voller Tatendrang: „Wir haben uns immer für ein neues Miteinander eingesetzt und wollen dieses nun auch in der Arbeiterkammer leben.“

"Wir haben uns fest als Fraktion in der Arbeiterkammer etabliert"

Die Liste „FA-FPÖ Freiheitliche Arbeitnehmer“ mit ihrem Weinviertler Spitzenkandidaten Thomas Dudek zeigt sich mit dem Ergebnis im Bezirk „sehr zufrieden“. Man habe ein Plus von 2,3 Prozent im Vergleich zu 2014 erzielt und liege mit 10,6 Prozent über dem Landesschnitt von 10,3 Prozent. „Wir haben uns fest als Fraktion in der Arbeiterkammer etabliert“, so Dudek. Es gelte nun, direkt bei den Arbeitnehmern in den Unternehmen zu sein und mehr Betriebsräte zu stellen.

Die Liste „Grüne, Alternative und Unabhängige GewerkschafterInnen“ (AUGE/UG), die im Bezirk Gänserndorf mit Spitzenkandidat Stefan Taibl aus dem Bezirk Mistelbach ins Rennen ging, kam auf 2,7 Prozent – ein leichtes Minus im Vergleich zu den AK-Wahlen 2014. „Wir konnten unsere Mandatsanzahl halten und sind mit dem Ergebnis nicht unzufrieden – insbesondere im Hinblick darauf, wie es den Grünen bundesweit ergangen ist“, resümiert er. Das wichtigste Thema sei der Kampf gegen Fracking.

Detail am Rande: Ein Mandat für das Arbeiterkammer-Parlament holte sich Ringelsdorfs SP-Bürgermeister Peter Schaludek, der als FSG-Spitzenkandidat im Bezirk Mistelbach angetreten war.

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