Betrügerin erschlich sich Haushaltswaren. Eine 39-Jährige verschaffte sich mit gefälschten Kundendaten Lebensmittel, Wasserkocher, Staubsauger und weitere ähnliche Geräte.

Von Christian Pfeiffer. Erstellt am 10. Januar 2021 (04:24)
Wegen Betrugs stand eine 39- Jährige vor Gericht.
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Mit gefälschten Kundendaten soll sich eine 39-jährige Frau neben Lebensmitteln auch einen Wasserkocher, Staubsauger und ähnliche Geräte in betrügerischer Absicht erschlichen haben; so zumindest der Vorwurf der Staatsanwaltschaft, vertreten durch Philipp John.

Gleich zu Beginn der Verhandlung am Landesgericht Korneuburg unter Richter Dietmar Nußbaumer machte die Angeklagte klar, dass sie sich uneingeschränkt schuldig bekennt und jeglichen Schaden wiedergutmachen will.

Der Richter haderte ein wenig mit der Glaubwürdigkeit der Frau, wurde sie doch bereits 2017 wegen „massiver Betrügereien“, bei denen die Schadenssumme allerdings erheblich höher war als diesmal, verurteilt und verbrachte dafür vier Monate im Gefängnis. Die 39-Jährige, die zur Tatzeit in Deutsch-Wagram wohnte, führte ihr neues stabiles Umfeld und ihre neue Partnerschaft ins Treffen, um den Richter von ihrer Läuterung zu überzeugen.

Dies gelang insofern, als Staatsanwaltschaft und Richter sich einig waren, der Frau eine „letzte, letzte Chance“ zu gewähren und das Urteil auf 20 Monate Freiheitsstrafe bedingt entfiel. Geradezu fröhlich und mit einem Lächeln verließ die 39-Jährige das Gericht.