Betrunkene Mama am Steuer: Kind verletzt

Tränen laufen der Mutter (43) über die Wangen und sie gesteht schluchzend: „Ich bin schuld, dass mein Sohn verletzt wurde.“

Jutta Hahslinger Erstellt am 21. November 2016 | 20:46
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Für den Mann gilt: Führerscheinentzug schützt vor Alkofahrten nicht Polizei Kontrolle Symbolbild
Für den Mann gilt: Führerscheinentzug schützt vor Alkofahrten nicht
Foto: APA (Symbolbild)

Die Nachwehen einer durchzechten Nacht bedachte eine Weinviertlerin (43) aus dem Bezirk Gänserndorf nicht: Mit über zwei Promille Restalkohol plus einem Antidepressivum und einem Beruhigungsmittel im Blut setzte sie sich am 4. Juli dieses Jahres in der Mittagszeit ans Steuer, um ihren 12-jährigen Sohn vom Vater abzuholen.

Auf der Heimfahrt mit dem Kind verlor die 43-Jährige in Großhofen die Herrschaft über den Wagen: Das Fahrzeug kam von der Straße ab und die beeinträchtigte Lenkerin war 100 Meter nicht imstande, das Auto wieder unter Kontrolle oder zum Stillstand zu bringen.

"Ich weiß, ich trage die Schuld"

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Verteidiger Gerald Perl erkämpfte für die Promille-fahrerin ein mildes Urteil.
 
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Schlussendlich endete die Promillefahrt in einer Hecke – mit einer durchgebeutelten Lenkerin und einem verletzten Kind (Prellungen und ein gebrochenes Handgelenk).

„Es tut mir so leid. Ich weiß, ich trage die Schuld daran, dass mein Kind verletzt wurde“, beteuerte die 43-Jährige unter Tränen vor Gericht.

Die bislang unbescholtene Weinviertlerin wurde wegen fahrlässiger Körperverletzung zu sechs Monaten auf Bewährung und einer unbedingten Geldstrafe von 960 Euro verurteilt. Sie nahm das Urteil an.