Erstellt am 17. Januar 2017, 11:02

von NÖN Redaktion

Bisherige Brandbilanz von 2017 hat es in sich. „Heiße Tage“ liegen hinter den Feuerwehren und dem Bezirkspolizeikommando. Oberster Kriminalist Reichl fasst zusammen.

Etliche Brände forderten FF und Polizei schon in den ersten Tagen des neuen Jahres. Gerald Reichl vom Bezirkspolizeikommando zieht Bilanz.  |  NOEN, NÖN

Nicht zur Ruhe kamen seit Jahresbeginn nicht nur die Feuerwehren des Bezirks Gänserndorf, sondern auch die Brandursachen-Ermittler des Bezirkspolizeikommandos, wie Gerald Reichl, oberster Kriminalist im Bezirk, berichtet. Begonnen hatte alles schon am 31. Dezember in Lassee mit einem Christbaumbrand, ausgelöst durch einen Sternspritzer. Eine Frau erlitt leichte Rauchgasvergiftungen, im Einsatz standen die FF Lassee, Schönfeld und Untersiebenbrunn.

Weiter ging es am 1. Jänner gegen 0 Uhr in Groß-Enzersdorf, wo eine Hecke entzündet wurde – vermutlich durch einen Feuerwerkskörper. Am selben Tag brannte es gegen 12.45 Uhr in einer Haringseer Garage. Hier wurde der Besitzer leicht verletzt, Ursache war vermutlich eine durch einen Griller überhitzte Unterlegeplatte.

In Oberweiden wurde die FF am 3. Jänner gegen 17.30 Uhr alarmiert. Eine Eigenbau-Saunakabine geriet in Brand. Ursache dürfte laut Ermittler ein Kurzschluss im Saunaofen gewesen sein, verletzt wurde niemand. Der nächste Brand ereignete sich am 10. Jänner gegen 19.45 Uhr in Eckartsau, wo vermutlich vorsätzlich eine fremde Zündquelle in einen Kleider-Container eingebracht worden war. Folge: Der Container brannte nieder, außerdem wurde die Fassade des Bauhofs beschädigt. Die Suche nach dem Täter ist derzeit im Gange, so Reichl.

Gerald Reichl, Chef der Kriminaldienstgruppe im Bezirk Gänserndorf  |  zVg

Zu einem Schwelbrand beim Lagerhaus in Deutsch-Wagram kam es dann am 11. Jänner gegen 13.45 Uhr. Hier wurde erhoben, dass eine defekte Leuchtstofflampe auf gestapelte Papiersäcke gefallen sein und den Schwelbrand ausgelöst haben dürfte. Personen wurden nicht verletzt – ebenso wenig wie beim Wohnhausbrand am 11. Jänner in Ebenthal: Gegen 4.30 Uhr rückten acht Wehren aus, weil ein Haus in Flammen stand. „Hier gestalteten sich die Ermittlungen etwas schwieriger, es kann jedoch von einem technischen Defekt eines Heizlüfters ausgegangen werden“, informiert Reichl. Es entstand großer Sachschaden, zum Glück wurde niemand verletzt.

Der vorerst letzte Brand in diesem Jahr entstand am 12. Jänner gegen 0.45 Uhr in Untersiebenbrunn im Nebengebäude eines Wohntraktes: Auch hier waren die Erhebungen des Ermittlers zunächst schwierig, denn erst nach Grabungsarbeiten kam eine abgebrannt Biotonne zum Vorschein. Der Hausbesitzer gab daraufhin an, dass er in dieser Asche entsorgt habe – vermutlich der Brandauslöser. Auch dieser Zwischenfall forderte keine Verletzten.