Bundespräsidenten-Stichwahl: „Hatten keine Wahl“. Bundespräsidenten-Stichwahl soll erst am 4. Dezember über die Bühne gehen. Was sagen Bezirksparteien zur Verschiebung?

Erstellt am 14. September 2016 (04:59)
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Am 4. Dezember soll die Bundes-präsidenten-Stichwahl wiederholt werden.
NOEN, Wodicka

Seit Montag ist es fix: Die für 2. Oktober vorgesehene Wiederholung der Bundespräsidenten-Stichwahl wird verschoben. Grund sind die bekanntlich fehlerhaften Kuverts für die Wahlkarten. VP-Innenminister Wolfgang Sobotka und die Klubobleute der Parlamentsparteien einigten sich darauf, dass der Urnengang am 4. Dezember über die Bühne gehen soll.

Wie beurteilen eigentlich die Behörde und Parteien im Bezirk diese Entwicklung? Die NÖN fragte nach. Bezirkshauptmann Martin Steinhauser betont: „Derzeit können wir noch gar nicht abschätzen, was genau auf uns zukommt, weil der neue Wahltermin und mögliche Änderungen erst vom Nationalrat beschlossen werden müssen. Da gibt es im Moment noch viele Unbekannte.“

Willi Binder: "Verschiebung war notwendig"

VP-Bezirksgeschäftsführer Roman Sigmund findet, dass „der Innenminister richtig reagiert hat, indem er die Wahl verschob“. Warum? „Hätte man den ursprünglichen Termin gelassen, hätte es wahrscheinlich wieder eine Wahlanfechtung gegeben.“

So sieht es auch SP-Bezirksgeschäftsführer Willi Binder: „Die Verschiebung war notwendig, auch wenn diese der Reputation Österreichs nicht dienlich ist.“ Mit dem 4. Dezember ist Binder aber nicht zufrieden: „Das ist schon im Advent. In dieser Zeit sollten keine Wahlen mehr stattfinden.“

Steindl: "Hofer gewinnt an jedem Tag"

Grünen-Bezirkssprecherin Beate Kainz – die Öko-Partei unterstützt den Bundespräsidenten-Kandidaten Alexander Van der Bellen – begrüßt ebenfalls die Verschiebung der Wahl: „Das ist die logische Konsequenz, da hatte man keine andere Wahl.“

FPÖ-Bezirksparteichef Herbert Steindl ist es völlig egal, wann gewählt wird: „Unser Kandidat Norbert Hofer gewinnt an jedem Tag, da bin ich mir sicher.“ Steindl verspricht einen fairen Wahlkampf und hofft, dass die Anhänger von Van der Bellen dasselbe tun: „Immerhin sind wir dann schon im Advent.“