Chefinspektor Löffler rät zu Vorsicht. Im Rahmen der Aktion „Gemeinsam sicher“ informiert der Chefinspektor aus dem Bezirk Gänserndorf: Betrug im Internet erweist sich als neuer „Renner“.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 21. März 2021 (04:58)
Chefinspektor Karl Löffler warnt vor Betrug im Internet.
NÖN, NÖN

Während die Einbruchskriminalität weit unter den Vorjahreszahlen liegt, kristallisiert sich der Betrug im Internet als neuer Hotspot heraus. Chefinspektor Karl Löffler vom Bezirkspolizeikommando Gänserndorf mahnt im Rahmen der Aktion „Gemeinsam sicher“ zur Vorsicht.

Pling – ein E-Mail im elektronischen Postfach, angeblich von einem Geldinstitut. Eindringlich wird darin gewarnt, dass das Konto sofort gesperrt werden müsste, sollte nicht umgehend eine Aktualisierung durchgeführt werden. Löffler warnt: „Keine Bank verlangt eine Aktualisierung des Kontos über das Internet. Geben Sie keinesfalls irgendwelche Zugangscodes bekannt. Hier wird lediglich versucht, die Kontendaten auszuspionieren.“ Die Webseiten sind gut gemacht und dem Internetauftritt der Hausbank zumeist täuschend ähnlich. Davon sollte man sich aber nicht blenden lassen. „Klarheit schafft die Rücksprache mit dem Berater Ihres Geldinstitutes“, empfiehlt Löffler.

„Bankmitarbeiter sollen sehr achtsam sein“

Der oberste Kriminalbeamte ersucht die Mitarbeiter der Banken um erhöhte Aufmerksamkeit, wenn speziell ältere Menschen für sie ungewöhnlich hohe Geldbeträge abheben möchten. „Im ländlichen Raum sind die Kunden zumeist persönlich bekannt. Man kennt bei der Bank deren finanzielle Gepflogenheiten“, appelliert Löffler. So können Betrugsdelikte, Stichwort „Enkeltrick“, verhindert werden.

Ebenfalls ins Reich der Trickdiebstähle zu verweisen sind Anrufe angeblicher Polizeibeamter, die vor bevorstehenden Einbrüchen warnen und anbieten, als Sicherung die Wertgegenstände entgegenzunehmen.

Einbruchsdiebstähle sowie der Diebstahl von Kfz und Fahrrädern verzeichnen im Vergleich zu den Monaten Jänner und Februar des Vorjahres einen merkbaren Rückgang. „Die Menschen sind mehr zu Hause“, sagt Löffler. Auch das viele im Homeoffice tätig sind, wird wohl eine Rolle spielen. Dennoch: „Wir ersuchen Auffälligkeiten, die eventuell in Verbindung mit einer strafbaren Handlung stehen können, unmittelbar und ohne Verzug an 133 zu melden.

Es können oft wichtige Hinweise, die zur Aufklärung von Straftaten führen, verarbeitet werden.“

Vorträge können derzeit aufgrund der Situation nicht abgehalten werden. „Das kommt aber wieder“, versichert Löffler. In jeder Polizei-Inspektion ist ein Sicherheitsbeauftragter nominiert, der bei Fragen angesprochen werden kann. Wichtige Tipps gibt es auch auf www.gemeinsamsicher.at und www. oesterreich.gv.at .