Das Projekt "Schweinbarther Kreuz" lebt wieder. Die von vielen Bürgern herbeigesehnte Wiederbelebung der eingestellten Bahnlinie erhält dank einer Prämierung durch den Verkehrsclub wieder Aufwind.

Von Christoph Szeker. Erstellt am 02. August 2021 (05:05)
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Wird es vielleicht doch wieder eine „Reaktivierung“ des Schweinbarther Kreuzes geben? Die Zukunft wird es zeigen.
Szeker

Seit einiger Zeit ist es ruhig geworden, das Projekt zur Wiederbelebung der Regionalbahn Schweinbarther Kreuz schien beinahe gestorben. Doch nun meldet sich Gerhard Mayer, Initiative Regionalbahn-statt-Bus, mit spannenden Neuigkeiten: „Die Fachjury des VCÖ (Verkehrsclub Österreich) zeichnet bereits zum zweiten Mal das Projekt der IG Regionalbahn Weinviertel (von Bad Pirawarth direkt nach Wien) als besonders innovativ aus“, schreibt der Aktivist.

Er möchte nach wie vor die Graz-Köflacher Bahn für die Umsetzung des Projektes gewinnen. „Wir als Initiative sind von der Sinnhaftig- und Durchführbarkeit mehr als überzeugt, denn die Schleife auf die Laaer Ostbahn wäre nach Meinung vieler eine geniale Lösung“, sagt Mayer. Ein Konzept, das die Einschleifung der alten Regionalbahn in die Laaer Ostbahn vorsieht, liegt dafür bereits vor.

Graz-Köflacher Bahn meldete Interesse an

2019, einige Wochen vor der letzten Fahrt der Bahn, meldete die Graz-Köflacher Bahn erstmals ihr Interesse an der Linie an. Die anfängliche Aufbruchsstimmung für das Projekt ist im Laufe des Jahres 2020 aber wieder abgeflacht. Eine Potenzialanalyse zu den Fahrgastzahlen, die an der TU Wien durchgeführt wurde, ist mittlerweile fertiggestellt, Mayer kennt die Ergebnisse aber noch nicht. Er betont, dass es nun wichtig sei, bis 26. Juli eine Stimme für das Bahnprojekt abzugeben: Der VCÖ führt nämlich eine Internet-Abstimmung durch. Auf der Webseite www.vcoe.at/voting-ideen-konzepte-pilotprojekte ist das Projekt zum Schweinbarther Kreuz unter dem Titel „Aufbruch in ein neues Regionalbahnzeitalter, mit Wasserstoff Regionen, Menschen, Lebensräume verbinden“ zu finden.

Jede Stimme für die Wiederbelebung ist Mayer ein Anliegen: Da das Land NÖ nämlich den öffentlichen Verkehr in der Region mit Bussen abdecken lässt, ist von dieser Seite wenig Unterstützung zu erwarten. Die Öffi-Zukunft soll 2022 mit Elektro-Bussen in die nächste Etappe gehen.