Defibrillatoren in Polizeiautos: Pilotprojekt gestartet. In Niederösterreich läuft ein Pilotprojekt mit Defibrillatoren in Polizeiautos.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 15. Dezember 2017 (13:26)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Übergabe der Defibrillatoren für Polizeiautos im Bezirk Gänserndorf mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (4.v.l.), Landespolizeidirektor Konrad Kogler (4.v.r.), Rotkreuz-Präsident Josef Schmoll (3.v.l.), OMV Austria-Geschäftsführer Reinhard J. Oswald (3.v.r.) und Notruf NÖ-Geschäftsführer Christof Constantin Chwojka (2.v.l.)
 
NLK Reinberger

Den Anfang machen zwölf Streifenwagen im Bezirk Gänserndorf. Nach einem Jahr erfolge die Evaluierung, bevor das Projekt auf das ganze Bundesland ausgerollt werden soll, sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) bei einem Pressegespräch am Freitag in St. Pölten.

180 Beamte geschult

Alle Polizisten im Bezirk Gänserndorf werden geschult. In den kommenden Wochen und Monaten werden laut Josef Schmoll, Präsident des Roten Kreuzes Niederösterreich, 180 Beamte den Umgang mit halb-automatischen Defibrillatoren lernen. Beteiligt am Pilotprojekt sind auch Notruf NÖ und der Öl-und Gaskonzern OMV, der die Finanzierung übernommen hat.

Durch den raschen Einsatz von Defis können die Überlebenschancen nach einem Herz-Kreislaufstillstand wesentlich erhöht werden, betonte Mikl-Leitner, zudem sei die Polizei viel in den Regionen unterwegs und könne schnell am Ort des Geschehens sein. Wenn künftig bei einem Rettungsnotruf der Bedarf eines Defibrillators festgestellt werde, könne die Polizei umgehend informiert werden, die Beamten könnten als Ersthelfer fungieren.