Distance-Learning: Wie geht’s an den Schulen weiter?. Die NÖN sprach im Bezirk Gänserndorf mit Direktoren und Elternvertretern über die Herausforderungen.

Von Manuel Mattes und Robert Knotz. Erstellt am 18. November 2020 (04:18)
Auch in der Gänserndorfer Volksschule herrscht seit Dienstag wieder Home-Schooling. Die Kinder werden aber bei Bedarf betreut.
Mattes

Für Strasshofs Volksschuldirektorin Gabriele Berl-Martha ist der Lockdown nichts Neues. Bereits im Frühjahr hat man Erfahrungen gesammelt. „Wir haben seit Dienstag wieder auf HomeSchooling umgestellt“, so die Direktorin im NÖN-Telefonat.

Bereits am Sonntag habe man die Eltern via School-Fox (einer speziellen Handy-App für die Kommunikation zwischen Eltern und Lehrern) informiert, um den Bedarf und die Anzahl der Kinder zu erheben, die in die Schule kommen müssen. Speziell bei Eltern mit nicht-deutscher Muttersprache komme es hin und wieder zu Kommunikationsproblemen.

„Unsere Lehrer haben alle ein Klassenhandy, mit dem sie auch außerhalb der Schulstunden erreichbar sind“, so Berl-Martha weiter. Der Lernstoff bzw. die Arbeitsblätter werden – für Schüler, die zu Hause bleiben – digital oder zur Abholung vor der Schule übermittelt. Die Übergabe bei Abholung erfolgt kontaktlos über eine spezielle Box vor der Schule und zu den für jede Klasse festgelegten Zeiten.

Christoph Jank, Leiter der HAK/HAS Gänserndorf, kann ebenfalls bereits auf Erfahrungen aus dem ersten Lockdown zurückgreifen: „Distance-Learning funktioniert mittlerweile besser. Alle Lehrer stehen online für die Schüler im Einsatz.“ Die Fächer werden jetzt exakt nach dem Stundenplan unterrichtet. Bis auf Weiteres finden keine Tests und Schularbeiten statt, weil nicht garantiert werden kann, dass nicht geschummelt wird.

„Die Maßnahmen sind nachvollziehbar“

Wie steht eigentlich der Elternverein der Volksschulen und der Allgemeinen Sonderschule Gänserndorf dem neuerlichen Total-Lockdown gegenüber? Obfrau Sabine Hampejs erklärt: „In Anbetracht der rasant steigenden Infektionszahlen können wir die Maßnahmen der Regierung nachvollziehen. Wir hätten uns aber im Vorfeld mehr Organisation, Kommunikation und Einbindung gewünscht, um einheitliche Standards für Distanzlernen zu schaffen.“

Die Herangehensweise der Lehrkräfte an das Home-Schooling sei im Frühjahr individuell sehr verschieden gewesen. Begrüßenswert findet Hampejs, dass Schülern mobile Endgeräte wie Laptops zur Verfügung gestellt werden sollen.

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