Dreister Dieseldieb wandert hinter Gitter. Slowake schlug auf Feldern zu: Er zapfte Diesel aus Pumpen und stahl Teile von Beregnungsanlagen sowie Batterien.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 28. November 2017 (08:43)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Treibstoff Tankdeckel Treibstoffdieb Dieseldieb Symbolbild
Symbolbild
Shutterstock.com, Grandpa

Neben den heurigen Wetterkapriolen bereiteten die zunehmenden Diebstähle auf den Feldern im Marchfeld den Landwirten große Sorgen: „Die Polizei kann ja nicht rund um die Uhr alle Feldwege überwachen.“

Ein dreister Dieb, der 31-jährige Ernest S. aus der Slowakei, und ein Helfer gingen der Polizei nach mühevoller Kleinarbeit aber ins Netz. S. und sein 22-jähriger Komplize schlugen in Oberweiden, Stopfenreuth, Engelhartstetten, Loimersdorf, Witzelsdorf, mehrfach in Weikendorf, Wagram an der Donau und Lassee zu: Sie zapften Dieseltreibstoff aus Tanks von Aggregaten zur Feldbewässerung ab. In Obersiebenbrunn ließ das Duo neben Treibstoff auch Batterien, Aggregate sowie eine SMS-Steuerung mitgehen.

Im Alleingang drang Ernest S. ins Areal der Mülldeponie in Stripfing ein, brach einen Container auf und stahl, was nicht niet- und nagelfest (unter anderem eine Werkzeugkiste, ein Verbandskasten, Gummischürzen und Handschuhe) war.

Das Duo zeigte sich vor Gericht geständig und beteuerte: „Wir brauchten das Geld für unsere Familien“. Für den Hauptakteur Ernest S. setzte es eine teilbedingte Freiheitsstrafe: Zwölf Monate, davon muss er vier Monate hinter Gittern absitzen.

Der Helfer kam mit einer achtmonatigen Bewährungsstrafe davon. Das Urteil ist rechtskräftig.