Erdgas: Förderpumpen laufen weiter. Russland verlängerte den Vertrag für Erdgaslieferungen bis 2040 – mit direkten Auswirkungen auf den Bezirk Gänserndorf, denn von hier aus wird der Energiebringer verteilt.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 17. Juni 2018 (04:31)
OMV
Bei der Unterzeichnung der Verlängerung des Gasliefervertrages: Russlands Präsident Vladimir Putin, VP-Kanzler Sebastian Kurz (stehend, v.l.) sowie Alexey Miller (Chairman des Gazprom-Management-Committees) und Rainer Seele (Vorstandsvorsitzender der OMV, v.l.).

Nur rund zehn Stunden weilte der Präsident der Russischen Föderation, Vladimir Putin, in Österreich und vielleicht weiß er nicht einmal, wo Baumgarten an der March liegt. Doch die Unterzeichnung der Verlängerung des Gasliefervertrages bis 2040 – somit zwölf Jahre länger als der bestehende – ist für den Bezirk als Standort der Gasstation und Sitz der OMV von nicht unwesentlicher Bedeutung.

Über Österreichs größter Gasknotenpunkt wird der Energiebringer für die Versorgung des Landes und nach Europa verteilt. Die 170.000 m große Anlage ist seit 1959 in Betrieb, neun Jahre später begann die Partnerschaft von Gazprom und OMV. Die Unterzeichnung der Vereinbarung erfolgte zum 50. Jahrestag.

"Werden alle Varianten brauchen, um Klimaziele zu erreichen"

OMV-Vorstandsvorsitzender Rainer Seele: „Mit der Verlängerung leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Versorgung Österreichs und anderer europäischer Länder angesichts der wachsenden Nachfrage.“

Stefan Wagenhofer, Geschäftsführer der Gas Connect Austria, stellte kürzlich anlässlich der Versammlung der Verbandsgemeinden im Bezirk fest: „Wir werden alle Varianten brauchen, damit auch Gas, um die Klimaziele zu erreichen.“ Der Bezirk wird damit wohl weiterhin, neben den vielen Windrädern, von Förderpumpen und Gasleitungen geprägt sein.