Feierlust statt Feuerfrust: Feuerwehr feiert wieder

Erstellt am 20. April 2022 | 04:18
Lesezeit: 3 Min
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Die Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Groß-Schweinbarth in der Ausgeh-Uniform am Ostersonntag.
Foto: Edith Mauritsch
Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie gibt es bei den Florianis im Bezirk Gänserndorf wieder volle Terminkalender.
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Ostersonntag: Beim Feuerwehrhaus in Groß-Schweinbarth versammelt sich die FF-Mannschaft. Gemeinsam mit dem Gemeinderat und dem Musikverein geht es zum Auferstehungsgottesdienst in die Kirche. Es ist die erste offizielle Ausrückung in diesem Jahr und das erste Mal zu Ostern seit Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020.

Corona brachte auch bei den Florianis massive Einschränkungen mit sich: Online-Kurse, Teilung der Mannschaft bei Einsätzen, keine Bewerbe, Covid-Massentests – die Feuerwehren standen in den vergangenen zwei Jahren vor neuen Herausforderungen.

Markus Unger, stellvertretender FF-Bezirkschef, über die Erfahrungen aus der Pandemie: „Wir haben gesehen, wie wichtig jede einzelne Feuerwehr in der Gemeinde ist.“ Unger hebt die Zusammenarbeit mit den anderen Rettungsorganisationen und dem Zivilschutzverband hervor: „An erster Stelle stand immer unsere Einsatzbereitschaft, die wir durch überlegtes Handeln stets gewährleisten konnten.“

Zum Glück gab es Geld vom Bund

Wie stehen die Wehren finanziell da? Feuerwehrfeste und Haussammlungen, eine wichtige Einnahmequelle, waren, wenn überhaupt, nur bedingt möglich. „Diese Ausfälle wurden zum Teil durch die Berücksichtigung der Wehren im NOP-Fonds der Bundesregierung kompensiert“, erklärt Unger.

Josef Köpf, Kommandant der FF Groß-Schweinbarth, bestätigt: „Die Förderungen waren gut, wenn auch mit sehr viel Bürokratie behaftet.“ Bei ihrem Fest hatte die Groß-Schweinbarther Wehr Glück: „Wir konnten unseren traditionellen Feuerwehrheurigen abhalten und fuhren sogar ein Rekordergebnis ein. Es waren rundherum keine anderen Veranstaltungen, alle sind zu uns gekommen.“

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Die Feuerwehrjugend Matzen nach dem bestandenen Wissenstest.
Foto: FF Matzen

Für heuer stehen die Veranstaltungstermine. Alle sind zuversichtlich, die Feste wie geplant abhalten zu können. So wird die Feuerwehr Matzen am 1. Mai mit der Florianifeier starten und auch der Terminkalender der Feuerwehr Schönkirchen-Reyersdorf ist gut gefüllt. Wie bei vielen anderen Wehren im Bezirk auch.

Die Bewerbe sollen in diesem Jahr ebenfalls wieder stattfinden. „Die Vorbereitungen sind in vollem Gang, erste Kuppelcups wurden schon abgehalten“, berichtet Unger. Im August sind Landesbewerbe im Wasserdienst angesetzt. „Die Feuerwehr Marchegg arbeitet intensiv an der Organisation. Der Bewerb wird oberhalb der neuen Radbrücke stattfinden. Aus heutiger Sicht gibt es auch das übliche Rahmenprogramm wie Festzelt und dergleichen“, freut sich Unger.

FF-Jugendarbeit wurde erfolgreich fortgesetzt

Einen Beweis für die auch während der Pandemie erfolgreich fortgesetzte Jugendarbeit lieferte die FF Matzen beim Wissenstest der Feuerwehrjugend in Loimersdorf Anfang April: Alle sieben jungen Teilnehmer schafften die Abzeichen in Silber und Bronze. Johannes Schmid von der FF Matzen: „Die Jugendstunden wurden teils online abgehalten, für die Kinder und Betreuer eine zusätzliche Herausforderung.“

Ein besonderes Highlight für die Matzner Nachwuchsflorianis war die Teilnahme am grenzüberschreitenden digitalen Jugendfeuerwehrlager im Vorjahr. Dieses wurde gemeinsam mit befreundeten Jugendfeuerwehren aus Tschechien und der Slowakei abgehalten. „Es wurde am Gelände der eigenen Feuerwehr gezeltet und digital gestellte Aufgaben abgearbeitet“, so Schmid.

Von ungebrochenem Interesse berichtet auch Unger: „Wir verzeichnen trotz Corona einen regen Zuspruch. Aktuell sind rund 80 Jugendliche mehr gemeldet als vor Beginn der Pandemie. Es haben sich auch neue Jugendgruppen gebildet.“

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