FF nahm Ruder hart backbord. Florianis aus ganz NÖ trafen einander zum Wettkampf an der March. Unter den Siegern: Florian Zwesper.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 31. August 2017 (04:45)
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FF-Landeskommandant Dietmar Fahrafellner (3.v.r.), SP-Bürgermeister Robert Meißl (4.v.r.), Angerns FF-Chef Siegfried Prohaska (5.v.r.) und Gänserndorfs FF-Bezirkskommandant Georg Schicker (2.v.l.) eröffneten am Donnerstag die Zillenbewerbe an der March.  Foto:

Die 61. Auflage der Landes-Wasserdienstleistungsbewerbe, besser bekannt als Zillenbewerbe, ging von Donnerstag bis Sonntag in Angern/March über die Bühne. Veranstaltet wurde das Groß-Event von den Feuerwehren Angern, Mannersdorf und Ollersdorf. Insgesamt gingen etwa 1.500 Zillenbesatzungen aus NÖ und anderen Bundesländern (Gäste) sowie „externe“ Zillensportler von Polizei und Bundesheer an den Start.

„Vor genau 20 Jahren hatten wir diesen Bewerb zum letzten Mal bei uns“, erinnern sich Angerns FF-Kommandant Siegfried Prohaska und SP-Bürgermeister Robert Meißl im NÖN-Gespräch. Mit der Organisation des heurigen Großereignisses hatten die örtlichen Silberhelme schon vor über einem Jahr begonnen.

„Jeder Bewerb dient der Verbesserung unserer Ausbildung. Gerade die Häufung von Hochwasserereignissen in den letzten Jahren zeigt die Bedeutung der Ausbildung im Wasserdienstbereich. Diese beschränkt sich natürlich nicht alleine auf das Zillenfahren, das aber sehr wohl einen wichtigen Bestandteil darstellt“, heißt es vonseiten der FF. Jene Leistungsbewerbe, bei denen man im Team antritt, haben auch eine bedeutende Funktion im Kameradschaftswesen: „Man übt gemeinsam und lernt, sich so zu verhalten, dass sich der Zweite in der Zille auf den Partner verlassen kann. Außerdem sind gemeinsame Erlebnisse der Kitt einer Freundschaft.“

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FF-Bezirkschef Georg Schicker (l.) mit den Bewerbsteilnehmern aus Marchegg.

Nach drei anstrengenden Bewerbstagen bei herrlichem Wetter ging am Sonntag die Siegerehrung über die Bühne. Davor lud Meißl noch zum obligatorischen Bürgermeister-Empfang, zu dem auch SP-Landeshauptfrau-Stellvertreterin Karin Renner und VP-Landesrat Karl Wilfing kamen.

Mit einer Zeit von beeindruckenden 5,02 Minuten bewältigte Manfred Pallinger von der Feuerwehr Allhartsberg (Bezirk Amstetten) die 1.600 Meter lange Strecke am schnellsten. Um am Siegespodest ganz oben zu stehen, musste die Holzzille auf der March 600 Meter mit einem Schiffshaken stromaufwärts geschoben und stromabwärts gerudert werden. Auf der Strecke galt es dabei zudem mehrere Hindernisse zu bewältigen. Unter anderem die Aufnahme vom im Wasser treibenden Schwemmhölzern, die Fahrt durch eng gesetzte Torstangen oder eine vollständige Wende der Zille.

Um diese Herausforderungen zu bewältigen, müssen die Zillenfahrer das ganze Jahr hart trainieren. Die Fahrt in den Rettungsgeräten erfordert nämlich nicht nur viel Kraft, sondern auch enorme Geschicklichkeit.

Aber auch der Bezirk Gänserndorf konnte feiern: Florian Zwesper von der Freiwilligen Feuerwehr Dörfles holte beim Bewerb „Wasserdienstleistungsabzeichen in Gold (Allgemein)“ den sensationellen ersten Platz. Er zählt damit zu den besten Zillenfahrern des Landes.