FPÖ-Bezirkschef Herbert Steindl tritt zurück. Knalleffekt: Herbert Steindl will sich künftig auf Arbeit als Gemeinderat in Untersiebenbrunn konzentrieren. Sein Nachfolger als Bezirksparteichef: Vermutlich Abgeordneter Dieter Dorner.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 01. September 2018 (11:46)
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Steindl will sich künftig verstärkt auf die Politik in seiner Heimatgemeinde konzentrieren.
Steindl will sich künftig verstärkt auf die Politik in seiner Heimatgemeinde konzentrieren.
FPÖ

2014 wurde Herbert Steindl zum freiheitlichen Bezirksparteichef gewählt, vier Jahre später nimmt er in dieser Funktion seinen Hut. „Aus freien Stücken“, wie er im NÖN-Gespräch betont. Vermutlich am 22. September wird der FP-Bezirksparteivorstand neu gewählt und Landtagsabgeordneter Dieter Dorner als neuer blauer Bezirkschef kandidieren.

Steindl will sich künftig verstärkt auf die Lokalpolitik in seiner Heimatgemeinde Untersiebenbrunn konzentrieren. Derzeit ist er einfacher Gemeinderat und Dorner geschäftsführender Gemeinderat. Hier soll es zu einer Rochade kommen. Steindl wird auch als Spitzenkandidat bei der Gemeinderatswahl 2020 ins Rennen gehen.

„Ursprünglich bin ich in die Politik gegangen, um etwas verändern zu können. Das habe ich mit einem hervorragenden Team in den letzten Jahren auch geschafft. Aus diesem Bezirk mit einer einzigen Ortsgruppe haben wir in mühsamster Arbeit einen Bezirk aufgebaut, der zum Schluss aus 15 Ortsgruppen bestand“, so der scheidende Bezirksparteichef.

Eine der stärksten Bezirksorganisationen des Landes aufgebaut

Man habe auch das historisch beste Wahlergebnis im Bezirk eingefahren: „Bei den Nationalratswahlen 2017 waren wir stärkster Bezirk in ganz NÖ. Auch konnte erstmals in der Geschichte ein freiheitlicher Landtagsabgeordneter aus dem Bezirk entsandt werden.“

Steindl weiter: „Dieser Bezirk ist nun soweit erstarkt, dass ich mich der nächsten Herausforderung stellen darf – der noch stärkeren Einbindung in die Politik meiner Heimatgemeinde Untersiebenbrunn, meinem eigentlichen Interessensfeld.“

Dorner streut Steindl Rosen: „Es war mir eine große Freude, persönlich miterlebt zu haben, wie es ihm gelang, aus einer schlecht funktionierenden und teilweise zerstrittenen Bezirksorganisation einen der stärksten Bezirke des Landes zu machen.“