Geldspende an Tierschutzhaus als Strafe für 55-Jährige. Trotz Hitzewelle ließ 55-Jährige 24 Hunde ohne Wasser und Futter über 30 Stunden allein.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 11. Februar 2019 (19:47)
APA/Webpic
Symbolbild

Das Gejaule ging Passanten und den Nachbarn durch Mark und Bein und besorgt schlugen sie am 19. August vergangenen Jahres Alarm. Ein Bild des Jammers bot sich den Behördenaugen bei der Nachschau auf einem Grundstück im Bezirk Gänserndorf:

24 Hunde, die hechelnd bei über 32 Grad im Schatten herumtaumelten oder ermattet am Boden lagen. Das Gejaule verstummte schlagartig, als die Tiere mit frischem Wasser und Futter versorgt wurden.

„Ich liebe Tiere. Ich habe die Hunde verwahrlost und unbetreut aus Bulgarien und Rumänien gerettet. Ich war doch nur kurz weg“, beteuerte die 55-jährige Tierhalterin aus dem Bezirk Gänserndorf vor Gericht. „Sie haben die Vierbeiner mehr als 30 Stunden allein gelassen, ohne ausreichend frisches Wasser und Futter. Die Staatsanwaltschaft sieht darin das Vergehen der Tierquälerei“, entgegnete Richter Manfred Hohenecker harsch.

Die 55-Jährige räumte sichtlich beschämt Fehler ein und beteuerte: „Das wird nie wieder passieren. Es tut mir sehr leid.“ Die einsichtige Tierhalterin kommt mit einer Diversion noch einmal glimpflich davon: Sie muss 300 Euro an ein Tierschutzhaus spenden, dann wird das Strafverfahren wegen Tierquälerei eingestellt.