Gericht: Vater-Sohn-Streit eskalierte. Außer Rand und Band geriet ein mahnendes Vatergespräch mit dem 24-jährigen Sohn: Nach Brotteig flogen auch die Fäuste.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 24. Mai 2017 (01:05)
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Symbolbild

„Sie haben sich gestritten und in der Küche flog der Brotteig. Draußen haben sie einander dann attackiert. Das war zu viel für mich. Die Situation hat mich überfordert und ich war sehr besorgt. Damit nicht noch mehr passiert, habe ich die Polizei alarmiert“, schildert eine 15-jährige Familienangehörige den handgreiflichen Vater-Sohn-Disput. Sie habe gesehen, wie der Sohn dem Vater einen Faustschlag versetzt habe, bestätigt die Schülerin im Zeugenstand.

„Er ist mein Sohn, ich liebe ihn“, entschlägt sich die Mutter des Beschuldigten der Aussage, und auch das geschlagene Opfer (60) will nichts sagen: „Ich bin sein Vater, ich kann nicht gegen ihn aussagen“, erklärt er seufzend.

„Es tut mir leid. Mein Vater hat mich provoziert und ich habe leider die Nerven verloren“, gibt sich der 24-jährige Beschuldigte zerknirscht. Er spricht von Familienproblemen, will aber nicht ins Detail gehen. Er suche sich jetzt eine eigene Wohnung, um weiteren Streitereien aus dem Wege zu gehen, beteuert der 24-Jährige und verspricht Besserung. Derzeit sei wieder alles gut.

Der bislang unbescholtene Gänserndorfer kommt mit einer Diversion noch einmal glimpflich davon. Das Strafverfahren wird mit einer zweijährigen Probezeit auf Eis gelegt. Kommt es zu keinen weiteren Vorkommnissen, wird das Verfahren eingestellt.