Grüne: Kainz ist wieder Sprecherin. Nach Enzinger-Abgang gibt es neuen Bezirksparteivorstand: Verantwortliche ist jetzt Bergauer, als Finanzreferent fungiert Rixinger.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 07. März 2018 (04:56)
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Bezirksverantwortliche Bettina Bergauer, Bezirkssprecherin Beate Kainz (Mitte) und Finanzreferent Gerhard Rixinger: Alle drei wurde einstimmig in ihre Funktionen gewählt.
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Die Fraktionschefin der Gänserndorfer Grünen hat es geschafft: Beate Kainz (49) wurde vergangene Woche zur neuen Bezirkssprecherin ihrer Partei gewählt. Als Bezirksverantwortliche fungiert ab sofort die Deutsch-Wagramer Gemeinderätin Bettina Bergauer (56). Mit dem ehemaligen Deutsch-Wagramer Gemeinderat Gerhard Rixinger (53) als Finanzreferent ist der Bezirksparteivorstand der Grünen komplett.

Zur Erinnerung: Zuletzt war Landtagsabgeordnete Amrita Enzinger Bezirkssprecherin und Bezirksverantwortliche in Personalunion, Bergauer wiederum war als Finanzreferentin tätig. Nachdem Enzinger bei der letzten Landtagswahl ihr Mandat nicht erfolgreich verteidigen konnte, trat sie als Sprecherin/Verantwortliche zurück.

„Vielleicht ist der sichtbarste Unterschied zu anderen Parteien der Verzicht auf die Bezirks-Chefin.“Beate Kainz, Grünen-Bezirkssprecherin

Kainz erklärt: „Enzinger hatte sich als Abgeordnete der Region um einen Großteil der grünen Bezirksaufgaben gekümmert. Diese müssen in Zukunft von den Bezirksgrünen übernommen werden.“ Als logische Konsequenz stellte die Öko-Partei ihren Vorstand nun breiter auf. Die Rolle der Verantwortlichen wurde wieder von jener der Sprecherin abgespalten.

Trotz dieser klaren Trennung werde die Teamarbeit großgeschrieben. „Vielleicht ist der sichtbarste Unterschied zu anderen Parteien der Verzicht auf die Bezirks-Chefin. Wir haben einen Dreier-Vorstand und den werden wir auch nutzen“, so Kainz. Während die Bezirkssprecherin nach außen hin die „Chefin“ ist, kümmert sich die Bezirksverantwortliche um die parteiinterne Verwaltung. Bergauer wurde auch als Vertreterin des Bezirks in den Landesausschuss der Grünen entsandt. Diese Funktion wird sie ab Ende April ausüben.

Kainz war früher schon einmal Mitglied des Bezirksparteivorstandes: Von 2005 bis 2010 fungierte sie als Verantwortliche (Sprecher war damals der Groß-Enzersdorfer Andreas Vanek), von 2015 bis Jänner 2017 wiederum war Kainz gleichzeitig Sprecherin und Verantwortliche, ehe sie von Enzinger abgelöst wurde.

Im Gänserndorfer Gemeinderat sitzt Kainz seit 2015. Früher lebte sie in Zistersdorf, wo sie von 2005 bis 2010 Mitglied des dortigen Stadtparlaments war. Seit 2015 ist auch Bergauer Mandatarin, bei der jüngsten Nationalratswahl trat sie als grüne Spitzenkandidatin des Bezirks an. Rixinger wiederum gilt als Mitbegründer der Deutsch-Wagramer Öko-Partei und war von 1995 bis 2000 Gemeinderat.

Was ist das Ziel des Trios? „Natürlich die kommende Gemeinderatswahl 2020, bei der wir zulegen wollen – da sind wir voll motiviert. Wir wünschen uns auch zusätzliche Ortsgruppen.“