Im Suff: Kellnerin mit Barhocker beworfen. Dass sich die Ex-Freundin als Lokalbedienung um das Wohl anderer Gäste kümmerte, ertrug Weinviertler nicht und raste aus.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 11. Dezember 2017 (18:48)
Hahslinger
Richter Manfred Hohenecker ließ Strache mit der Privatklage abblitzen.

Vorstrafen wegen Körperverletzung zeugen davon, dass ein 46-jähriger Weinviertler aus dem Bezirk Gänserndorf im alkoholisierten Zustand leicht die Kontrolle verliert und zu Handgreiflichkeiten neigt. Am 1. September dieses Jahres kam es erneut zu einem alkoholbedingten Ausraster des 46-Jährigen in einem Lokal in Dürnkrut.

Der Weinviertler fühlte sich von der Kellnerin, seiner ehemaligen Ex-Gefährtin, offensichtlich zu wenig beachtet und begann zu stänkern. Als die Kellnerin nicht wie erwartet reagierte, rastete er aus. Der 46-Jährige schnappte sich einen Barhocker und bewarf damit, Beschimpfungen und eine Morddrohung äußernd, die Frau. Als der Bedrängten ein Gast zu Hilfe eilte, versetzte ihm der Weinviertler einen Faustschlag und zerstörte seine Brille.

Angeklagt wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung und gefährlicher Drohung gab es für den Vorbestraften diesmal kein Pardon: Er fasste eine sechsmonatige Gefängnisstrafe aus (nicht rechtskräftig). „Ich kann Ihnen nur raten, künftig die Finger vom Alkohol zu lassen“, empfahl der Richter.