Kommt „RegioTram“ nach Wien?. Grünen-Bezirkschefin erarbeitete Lösung, um Strecke zu erhalten.

Von Red. Gänserndorf. Erstellt am 14. Juni 2019 (12:08)
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Mobilitätsbeauftragte Beate Kainz (2.v.l.) bei der Übergabe des Zertifikats – im Bild mit Irene Schrenk (Klimabündnis), Günter Emberger und MarkusGerhartinger (Umweltbeauftragter der Erzdiözese Wien, v.l.).

Die Einstellung des Schweinbarther Kreuzes bewegt aktuell die Region von Gänserndorf bis Wolkersdorf. Statt veralteter Diesel-Triebwagen sollen als Ersatz neue E-Busse zum Einsatz kommen, so der Plan des Landes (die NÖN berichtete).

Viele kämpfen jedoch nach wie vor für die Beibehaltung der Strecke – so auch die Bezirks-Grünen. Deren Vorsitzende, Beate Kainz, absolvierte jüngst ein viertägiges Ausbildungsseminar für kommunale Mobilitätsbeauftragte, in dem sie an einem Projekt arbeitete: an der Attraktivierung der totgesagten Strecke „Schweinbarther Kreuz“.

„Die Badner Bahn fährt seit über 140 Jahren von der Wiener Innenstadt nach Baden. Nichts spricht gegen eine ,RegioTram‘ als Verlängerung der Schweinbarther Linie mit einer Schlaufe über das G3 und dem Zielbahnhof Floridsdorf,“ ist sich Kainz sicher. Die Pläne dafür seien bereits 2014 in einer Bachelorarbeit entwickelt worden.

„Haltestellen müssten versetzt werden“

Die historischen Haltestellen entlang der Bahn müssten dafür näher an die Ortszentren und damit zu den Kunden versetzt werden. „Das sollte aber kein Problem sein, denn aktuell werden auch für den geplanten Busverkehr Haltestellen errichtet“, fährt Kainz fort. Floridsdorf als Endbahnhof sei dabei kein Muss: „Wenn es Möglichkeiten gibt, die Nebenbahn bis Leopoldau zu führen, passt das genauso. Hauptsache, die Schweinbarther Linie bleibt erhalten.“ Diese weitere Verbindung nach Wien würde sowohl die Bahnpendler als auch die Straßen entlasten.