Einbrecher sitzen für alten Fruchtsaft ein. Fassungslos beschwert sich Einbrecher über seine Strafe: „Warum? Ich habe doch niemandem eine auf den Kopf g’haut!“

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 03. Mai 2017 (08:33)
Symbolbild
Billion Photos/Shutterstock.com

„Nur die Armut hat uns nach Österreich geführt“, beteuern die beiden Rumänen, der 46-jährige Constantin L. und Ciprian B. (31), vor Gericht. Mit der Mitleidstour kommt das Duo aber nicht weit: „Nachdem Sie in halb Europa Strafen wegen Einbruchs kassiert haben, wurde Ihnen offensichtlich das Pflaster zu heiß, und Sie suchten ein neues Betätigungsfeld“, kommentiert die Richterin harsch.

Abgelaufenes in der Österreichhalle erbeutet...

Der Rumäne Constantin L. sitzt mit der widerrufenen und der neuen Strafe insgesamt drei Jahre ein. Foto: Hahslinger
Hahslinger

Das Duo startete seinen ersten Coup in Niederösterreich in im Weinviertel. Dort drang es erfolgreich in zwei Geschäfte ein und erbeutete Bekleidung und Kleingeld. Danach setzte es die Tour in Tulln mit einem Wohnungseinbruch fort. Die Geräusche der beiden rissen aber die Hausbewohner aus dem Schlaf und sie hielten Nachschau.

Die Einbrecher gaben Fersengeld und fuhren weiter in die Wachau. In Krems hatte das Duo doppeltes Pech: Erst drang es in die Österreichhalle ein und arbeitete sich von dort mühsam ins Parkhotel vor, wo es aber nur vier abgelaufene Fruchtsäfte erbeuten konnte. Frustriert zogen die Einbrecher weiter und drangen in ein Restaurant in Krems ein.

Ciprian B. regte sich über die dreieinhalbjährige Haftstrafe auf und meldete Rechtsmittel an. Foto: Hahslinger
Hahslinger

Dabei löste das Duo aber stillen Alarm aus und es konnte sich nur kurz an der Beute (Bargeld von an die 3.000 Euro und 23 Packungen Zigaretten) erfreuen. Es lief direkt in die Arme der Polizei und die Handschellen klickten.

Constantin L. wird zu 18 Monaten unbedingt verurteilt und muss mit den widerrufenen bedingten Strafnachsichten insgesamt drei Jahre hinter Gittern absitzen.

Für den mehrfach einschlägig vorbestraften B. setzte es eine dreieinhalbjährige Gefängnisstrafe. Die Urteile sind nicht rechtskräftig.