Lange Wartezeiten: Ärger über Busfahrplan. Vater beklagt, dass sein Sohn eine Dreiviertelstunde auf die Heimfahrt warten muss. VOR-Sprecher verspricht: „Anbindung der Schulen wird künftig verbessert.“

Von Edith Mauritsch. Update am 29. Mai 2019 (05:11)
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Der neue Bus-Bahnhof zwischen Hauptstraße und Kudlich-Gasse: Hier standen in der Vorwoche einige Volksschulkinder und wussten nicht mehr, wie sie nach Hause kommen.
NOEN, Mattes

Einem besorgten Vater aus Groß-Schweinbarth ist der Busfahrplan speziell für die Heimfahrt von der Schule ein Dorn im Auge. Sein Sohn besucht die zweite Klasse des Konrad Lorenz Gymnasiums in Gänserndorf. „Er müsste jeden Tag rund 40 Minuten auf den Bus warten. Wieso sind die Fahrpläne nicht besser mit den Schulen abgestimmt?“

Viel wurde zum Thema öffentlicher Verkehr und Schülertransport in den letzten Monaten gesagt – Amon R. (Name von der Redaktion geändert) hat noch etwas hinzuzufügen: „Der Unterricht endet täglich um 13.40 Uhr, die Buslinie 424 fährt allerdings erst um 14.19 Uhr vom Gänserndorfer Busbahnhof ab. Die Regionalbahn ist keine Alternative, der Zug fährt planmäßig um 14.18 Uhr ab und außerdem wird die Bahnlinie bald eingestellt.“

Und weiter: „Ich möchte nicht, dass mein Kind eine Dreiviertelstunde irgendwo herumstehen muss.“ Der Sohn wird daher täglich im „Familienradl-Dienst“ von der Schule abgeholt. Zudem scheint es Probleme mit der Mitnahme von Trolleys im Schülerbus zu geben. Mutter und Großmutter stoßen ins selbe Horn: „Da heißt es immer, man soll den öffentlichen Verkehr benützen, und dann sind die Anbindungen schlecht.“

„Schüler müssen etwa 20 Minuten gehen“

Die NÖN fragte bei VOR-Sprecher Georg Huemer nach: „Gerade bei dieser Verbindung erhielten wir immer wieder Beschwerden, dass die Zeiten zu eng seien. Die Schüler haben immerhin rund 20 Minuten zu gehen. In enger Abstimmung mit den Verantwortlichen im Gymnasium wurden die Busfahrpläne daher so gestaltet, dass sich ein stressfreier Nachhauseweg ergibt.“

Natürlich seien Fahrpläne immer ein Kompromiss, man sei aber bemüht, den bestmöglichen Mittelweg zu finden. Huemer verweist darauf, dass mit dem interimsmäßigen Standort der Schule der Weg noch einmal verlängert wird.

„Mit September wird bereits ein verdichtetes Busangebot auch auf der Relation Gänserndorf – Groß-Schweinbarth angeboten, dabei können wir die Anbindung der Schulen noch einmal verbessern“, so Huemer abschließend. Details über die Fahrpläne sind noch nicht bekannt. Huemer verspricht, dass bei der Neugestaltung des gesamten Regionalbusverkehrs die angesprochene Verbindung nochmals analysiert wird.

Was die Mitnahme von Trolleys im Bus betrifft, ersucht er, den Kundenservice zu kontaktieren.

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