Mehr E-Autos: Beim Shoppen das Auto laden

Im September wurden mehr E-Fahrzeuge im Bezirk Gänserndorf neu zugelassen als Dieselautos.

Erstellt am 28. Oktober 2021 | 05:20
e-Autos
Foto: Dmytro Zinkevych/Shutterstock.com

Die Zahlen der Fahrzeug-Neuzulassungen vom September 2021 ergeben, dass erstmals mehr Elektrofahrzeuge als Dieselautos zugelassen wurden. Gleichzeitig herrschen Lieferprobleme bei den Autohändlern. Die Branche ist definitiv im Wandel begriffen.

Roman Wendt, Geschäftsführer des Autohauses Inter-Car in Strasshof, bestätigt, dass die Elektromobilität stark im Kommen sei: „Sowohl Elektrofahrzeuge als auch Hybridfahrzeuge stoßen auf großes Interesse bei Endkunden.“ Teilweise sei der Trend durch die Medien entstanden, teilweise durch die höher werdenden Reichweiten bei E-Autos.

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Wendt unterstreicht, dass vor allem Upcycling-Modelle für die Batterien überlegenswert seien: „Reicht die Akkukapazität nicht mehr für E-Autos, so sind die Zellen noch locker zehn Jahre für eine Photovoltaikanlage brauchbar.“

Zu den Lieferengpässen meint er: „Das Anliefern dauerte während der Lockdowns länger. Dann war die Nachfrage weg und alles wurde gestoppt.“ So kam es, dass mit der Produktion erst wieder begonnen wurde, als der Kunde nachfragte. Wendts Einschätzungen nach werde sich alles erst Mitte nächsten Jahres wieder normalisieren.

Privatkunden sehr offen für Photovoltaik

Thomas Fally, Geschäftsführer des Autohauses Schmid in Gänserndorf, bestätigt, dass immer mehr E-Autos verkauft werden. „Der Privatkunde, der zu uns kommt, ist sehr offen für Photovoltaik und für das Laden der Autos zu Hause“, so Fally. Die Elektroauto-Kunden seien zukunftsorientiert und nachhaltig und wissen genau über alle Ladestationen Bescheid. Sie machen sich ein Vergnügen daraus, zu überlegen, wo sie um welchen Preis tanken können. „Man fährt ins G3 oder zum McDonald’s, erledigt seine Einkäufe, isst schnell etwas und lädt in der Zwischenzeit gratis sein Auto“, berichtet der Händler.

Zu den Lieferengpässen sagt er, dass man nur über die Autohausgelände gehen müsse, um zu sehen, dass die Verkaufsflächen teilweise leer sind. Wenn gewisse Chips nicht lieferbar sind, müsse man warten und zu einem späteren Zeitpunkt kaufen. „Witzigerweise sind E-Autos schneller verfügbar, denn jeder Konzern hat CO₂-Abgaben. Mit dem E-Auto geht man auf Nummer sicher und muss keine immensen Summen bezahlen“, meint Fally. Grundsätzlich findet er die Entwicklungen des E-Marktes begrüßenswert und ist sich sicher: Bald werden 20 Prozent der Fahrzeuge auf den Straßen E-Autos sein.

Andreas Obetzhauser, Prokurist von Mazda Vock & Seiter in Deutsch-Wagram, ist überzeugt: „Die Corona-Lockdowns lassen sich nicht mehr so schnell aufholen.“ Grundsätzlich sei man im Betrieb aber sehr gut bevorratet, so Obetzhauser.

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