Mit wem soll die VP regieren?. Was sagen die Politiker des Bezirks? Welche Regierung würden sie bevorzugen? Die NÖN hörte sich um.

Von Thomas Schindler, Robert Knotz, Stefan Havranek, Manuel Mattes und Lisa Unterreiter. Erstellt am 09. Oktober 2019 (04:16)
APA/ Schlager
Auftrag zur Regierungsbildung: Bundespräsident Alexander Van der Bellen (l.) und ÖVP-Bundesparteiobmann Sebastian Kurz am 7. Oktober in der Hofburg.Schlager

Mit wem soll die ÖVP auf Bundesebene koalieren? Mit den Grünen, den Roten oder doch wieder mit den Blauen? Gleich vorweg: Nur die wenigstens Politiker in der Region wollen sich festlegen.

VP-Bezirksparteichef und Gänserndorfs Bürgermeister René Lobner: „Man muss zuerst die Sondierungsgespräche abwarten und sich einmal inhaltlich einigen, vorher kann man nicht viel sagen. Ich hoffe nur, dass nicht eine Partei versucht, die andere zu erpressen.“

„Wir haben keinen Regierungsauftrag, obwohl Türkis-Blau die beste Regierung war, die wir seit Jahrzehnten hatten.“ FPÖ-Bezirkschef Dieter Dorner

SP-Bezirksparteivorsitzende Karin Renner aus Markgrafneusiedl betont, dass eine Koalition kein Wunschkonzert sei: „Der ÖVP-Obmann hat nun einen Regierungsauftrag und man wird sehen, ob man mit dem Partner inhaltlich zusammenkommt.“ FP-Bezirksparteichef Dieter Dorner aus Untersiebenbrunn sieht derzeit keinen Regierungsauftrag für die FPÖ: „Obwohl ich glaube, dass Türkis-Blau die beste Regierung war, die wir seit Jahrzehnten hatten.“

Grünen-Bezirkssprecherin Beate Kainz aus Gänserndorf würde eine grüne Regierungsbeteiligung naturgemäß sehr begrüßen: „Nur dann können wir unsere Themen auch umsetzen.“ Sie hält einen positiven Abschluss der Koalitionsverhandlungen für wahrscheinlich. Warum? „Weil Sebastian Kurz gerne aktuelle Strömungen aufgreift – und Naturschutz ist derzeit überall außerordentlich präsent.“

Und was sagen die Bürgermeister der großen Gemeinden des Bezirks? Groß-Enzersdorfs SP-Stadtchefin Monika Obereigner-Sivec äußert keine konkreten Vorstellungen über den Ausgang der Koalitionsverhandlungen: „Wichtig für mich ist ein offenes Zugehen der Parteien aufeinander und dass die Ergebnisse der Wahlen akzeptiert werden.“

Auch Deutsch-Wagrams VP-Bürgermeister Friedrich Quirgst will sich nicht in die Karten blicken lassen: „Es ist noch zu früh. Die Parteien müssen sich erst finden. Ich möchte daher kein Statement abgeben.“ Gesprächiger zeigt sich Strasshofs SP-Bürgermeister Ludwig Deltl: „Am liebsten wäre mir eine türkis-rote Koalition. Das wird es aber nicht spielen, weil die FPÖ und wir die großen Wahlverlierer sind. Daher vermute ich, dass es zu Türkis-Grün kommen wird.“ Zistersdorfs VP-Stadtchef Helmut Doschek will keine mögliche Koalition ausschließen: „Eine mit den Grünen hätte etwas, bei den Blauen wiederum müsste man sehr aufpassen und bei den Roten kommt es auf die Protagonisten an.“

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