Nachhaltigkeit: OMV fährt neue Strategie. Entölungs-Rate soll auf 55 % steigen. Zudem wird Anteil an Frauen erhöht.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 08. Dezember 2018 (04:00)
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OMV-Chef Rainer Seele stimmt den Konzern auf künftige Herausforderungen ein.
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OMV-Chef Rainer Seele präsentierte die Nachhaltigkeitsstrategie 2025. Ein Innovationsprojekt ist die Verarbeitung von Plastikmüll zu synthetischem Rohöl. Dieses ReOil-Verfahren werde derzeit in einer Pilotanlage in Schwechat getestet. Heraus komme dabei ein Produkt, das keinen Schwefel enthalte. Spannenderweise ist dabei nicht die Technik das Problem, sondern für wirtschaftliche Produktion an die ausreichende Menge an Plastikmüll zu kommen.

Einen besonderen Fokus legt der Konzern auf Erdgas. Seele spricht dabei die CO -Emissionen von Holz und Kohle an: „Wir sollten lieber die Bäume wachsen lassen, statt sie abzuholzen.“ In der Führungsebene soll der Frauenanteil von derzeit 18 auf 25 % erhöht werden – oder wie Seele es in seiner ihm eigenen Art ausdrückt: „Wir wären als OMV deppert, wenn wir das Riesenpotenzial nicht stärker nutzen würden.“

Auswirkungen auf den Bezirk wird die „Enhanced Oil Recovery“ haben. Mit speziellen Technologien soll die Entölungs-Rate steigen. Derzeit liegt der Schnitt bei 40 %, die Zielvorgabe in Matzen ist mit der neuen Strategie auf 55 % angesetzt.