Nicht gebaute S8 kostet jetzt schon 12,6 Millionen Euro. Obwohl von der seit Jahren geplanten Marchfeld-Schnellstraße S8 noch kein einziger Meter gebaut wurde, verschlang das Projekt bereits Kosten in Millionenhöhe, heißt es vonseiten des NÖ Wirtschaftspressedienstes.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 15. Mai 2020 (18:11)
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Laut Asfinag (Errichtungsgesellschaft) wurden seit 2006 für Planung und Vorbereitungsarbeiten zur Errichtung des Streckenabschnitts zwischen dem S1/S8-Knoten Raasdorf und der Anschlussstelle Gänserndorf/Obersiebenbrunn 12,6 Millionen Euro aufgewendet.

Dies teilte Grünen-Verkehrsministerin Leonore Gewessler auf eine parlamentarische Anfrage von FPÖ-Nationalratsabgeordneten Christian Lausch mit. Größter Brocken mit elf Millionen Euro waren dabei die Ausgaben für Projektierungsleistungen sowie interne und externe Projektmanagementkosten, wie Machbarkeitsuntersuchungen, Vor- und Einreichprojekt sowie sonstige Kosten.

Eine Million Euro machten die Grundeinlösekosten für bauvorbereitende Maßnahmen aus, darunter die geologisch-geotechnische und denkmalschützerische Baugrunderkundung. Die Umsetzung dieser Erkundungsarbeiten kostete weitere 600.000 Euro.