ÖBB: Umfangreiche Maßnahmen an der Nordbahn. Anfang April starten die ÖBB ein umfangreiches Vorhaben an der Nordbahn im Bezirk Gänserndorf.

Von Redaktion NÖN.at. Erstellt am 29. März 2017 (12:13)
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Symbolbild
ÖBB, Wallner Alexandra

Die Maßnahmen reichen von der Erneuerung der Schienen zwischen Gänserndorf und Tallesbrunn über den Bau eines neuen, höheren und damit barrierefreien Bahnsteigs in Weikendorf-Dörfles und Tallesbrunn bis zur Errichtung einer Zugangsrampe in Weikendorf-Dörfles. Die Arbeiten dauern von 2. April bis 5. Juni 2017 und werden unter laufendem Betrieb umgesetzt. Investiert werden insgesamt rund 1,9 Mio. Euro.

Barrierefreie Bahnhöfe

In den nächsten zwei Monaten werden die Bahnhöfe Weikendorf-Dörfles und Tallesbrunn zu einer barrierefreien Verkehrsstation umgebaut. In beiden Haltestellen weicht der Bahnsteig 1 mit einer 38 cm hohen Bahnsteigkante einem neuen barrierefreien Bahnsteig mit einer Höhe von 55 cm. In Weikendorf-Dörfles wird man zudem künftig über Rampen bequem und barrierefrei auf die Bahnsteige gelangen.

Weikendorf
ÖBB, Christian Zenger

Diese Rampen werden entlang des Bahndamms errichtet und münden in Höhe der Wartekojen in den Bahnsteig. Somit werden in Zukunft keine Stufen mehr zu überwinden sein – weder am Bahnhof noch beim Einsteigen in den Zug. Dadurch wird das Bahnfahren noch attraktiver – einerseits natürlich generell für alle Bahnkunden, andererseits aber vor allem für die Kundengruppe der mobilitätseingeschränkten Personen, wie RollstuhlfahrerInnen, oder Menschen mit Kinderwagen oder schwerem Gepäck.

Während der Bauarbeiten müssen Bereiche der Haltestelle Weikendorf-Dörfles temporär gesperrt werden, da am Bahnsteig mit Minibagger und Kleinmaschinen gearbeitet wird.

Neue Gleise

Von 5. bis 15. April werden zwischen Gänserndorf und Tallesbrunn die Schienen auf einer Länge von ca. fünf Kilometern sowie rund 900 Schwellen erneuert. Dabei werden die bestehenden Gleise und das Schotterbett abgetragen bevor ein Neuaufbau der Gleiskörpers und des Gleisrostes erfolgen kann.

Im Einsatz sind bei diesen Maßnahmen verschiedene Gleisbaumaschinen wie eine Reinigungsmaschine, die das Schotterbett reinigt und siebt, ein Umbauzug, der Schienen und Schwellen in einem Arbeitsgang erneuert, eine Stopfmaschine zum Stopfen des Schotters sowie Zwei-Wegebagger und Schotterzug.

Um einen möglichst raschen Bauablauf sicher zu stellen und um die Arbeiten qualitativ hochwertigst auszuführen, finden diese auch in der Nacht statt.

ÖBB ersuchen um Verständnis für Lärmentwicklung

Die ÖBB sind bemüht, Lärm- und Staubentwicklungen so gering wie möglich zu halten, ersuchen aber um Verständnis, dass diese aufgrund der durchzuführenden Arbeiten und der dazu erforderlichen Maschinen und Warnsignale nicht vermieden werden können. Über die Arbeiten wurde von uns auch eine Anrainerinfo versendet.