Parteiinterne Querelen: Gerüchteküche über FPÖ brodelt. Bezirksparteivorsitzender Steindl und Stadtparteichefin Singer stehen angeblich auf der Abschussliste. Der Konter von Steindl: „Völliger Schwachsinn.“

Von Thomas Schindler. Erstellt am 30. November 2017 (03:41)
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FPÖ-Bezirksparteiobmann Herbert Steindl spricht von "Zwangsbeglückung"
NOEN, Foto: NÖN

Rund um die FPÖ brodelt wieder die Gerüchteküche: FP-Bezirksparteivorsitzender Herbert Steindl soll intern auf der Abschussliste stehen. Auch die Tage der Gänserndorfer FP-Stadtparteichefin seien gezählt. Steindl verweist im NÖN-Gespräch alle Vorwürfe ins Reich der Märchen.

Die Gerüchte im Detail: Einige hochrangige blaue Funktionäre aus dem Bezirk sollen sich bei der Landespartei über Steindls Arbeit beschwert haben. Dieser soll unter anderem Mitgliedsanträge verschlampt haben. Die „Meuterer“ wurden daraufhin angeblich zum Stillhalten bis nach der kommenden NÖ Landtagswahl aufgefordert. Nach dieser soll es im Bezirk Umstrukturierungen innerhalb der FPÖ geben.

Auch in der Gänserndorfer Stadtpartei laufe es unrund: Chefin Sabine Singer soll von Rudolf Praher, der auch gleich einen Stadtratsposten will, abgelöst werden, Singer wolle aber nicht freiwillig gehen.

Steindl kann über diese Gerüchte nur lachen: „Das ist ja wirklich alles Blödsinn. Ich selbst kandidiere auf der FPÖ-Landesliste am 22. Platz. Wenn mich die eigene Partei nicht wollte, wäre ich doch nicht auf dieser Liste so weit vorne. Und die wurde erst vor wenigen Tagen beschlossen.“

„Mich interessiert Bezirk mehr als Landespolitik“

Auch dass Dieter Dorner vor ihm gereiht ist, sei kein Zeichen dafür, dass Steindl innerhalb der Partei in Ungnade gefallen ist: „Dorner interessiert sich einfach viel mehr für die Landespolitik. Meine Leidenschaft hingegen ist der Bezirk und hier will ich weiterhin für Verbesserungen kämpfen, zum Beispiel für ein vollwertiges Krankenhaus.“

Steindl habe den Bezirk 2014 übernommen: „Damals war er aus freiheitlicher Sicht ein Scherbenhaufen. Mithilfe meiner großartigen Mitstreiter habe ich es geschafft, aus diesem Scherbenhaufen einen Vorzeige-Bezirk zu machen.“

Und was ist mit den angeblichen Grabenkämpfen in der Gänserndorfer Stadtpartei? Steindl: „Auch ein Schwachsinn. Kürzlich zog Prahers Lebensgefährtin in den Gemeinderat ein. Hätte er das selbst gewollt, hätte er sich ja schon damals angeboten. Die Leute, die diese Gerüchte streuen, haben überhaupt keinen Durchblick.“