Pflasterhelfer um 4.000 Euro geprellt: AK half. Dienstgeber wollte Arbeiter nach Entlassung nicht alle Stunden ausbezahlen. Dieser wandte sich an Experten.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 13. August 2019 (04:34)
Shutterstock.com/DenisNata
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Ein gelernter Koch wurde im Februar 2019 als Pflastererhelfer in einem Gewerbebetrieb aufgenommen. Nach einem Krankenstand wurde er Anfang April nach Arbeitsschluss gekündigt.

AK
Gänserndorfs AK-Bezirksstellenleiter Robert Taibl: „Der Arbeitnehmer hat ein Recht auf den Lohn, der ihm zusteht.“

Der Dienstgeber forderte von ihm danach eine neue Arbeitsstundenliste, nach der er weniger Stunden als die tatsächlich geleisteten verrechnet bekommen hätte.

Daraufhin wandte sich der Pflastererhelfer an die Bezirksstelle der Arbeiterkammer (AK). Die Experten stellten fest: Dem Beschäftigten wurde um rund 4.000 Euro zu wenig überwiesen.

Sie konfrontierten daraufhin den ehemaligen Dienstgeber mit dieser Forderung. Der Fall ist noch nicht abgeschlossen. „Der Arbeitnehmer hat ein Recht auf den Lohn, der ihm zusteht“, so AK-Bezirksstellenleiter Robert Taibl.

1,2 Millionen Euro herausgeholt.

Er kann von einer äußerst positiven Bilanz im ersten Halbjahr 2019 berichten: Insgesamt hat die Bezirksstelle in diesem Jahr bereits 1,2 Millionen Euro für Arbeitnehmer der Region herausgeholt.

„Dazu zählen sowohl die Steuersparwochen als auch der Konsumentenschutz. Den größten Teil macht unsere Hilfe bei Problemen am Arbeitsplatz oder in sozialrechtlichen Fragen aus.“ Insgesamt wandten sich 2.437 Ratsuchende an die AK-Bezirksstelle.