Pilotprojekt als Test: Defis in Polizeiautos. Start erfolgt mit zwölf Wägen im Bezirk Gänserndorf, Beamte werden geschult. In einem Jahr soll die Ausweitung auf das gesamte Bundesland erfolgen.

Erstellt am 18. Dezember 2017 (20:11)
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RK-NÖ-Präsident Josef Schmoll, Bezirkspolizei-Chef Heinrich Kirchner, VP-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Eva Birsak-Gasteyer, OMV-Geschäfsführer Reinhard Oswald, RK-Bezirksstellengeschäftsführer Wolfgang Antos und Landespolizeidirektor Konrad Kogler (v.l.).
RKNÖ

In NÖ läuft ein Pilotprojekt mit Defibrillatoren in Polizeiautos. Der Bezirk Gänserndorf nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein, den Anfang machen nämlich zwölf Streifenwagen hier.

Nach einem Jahr soll die Evaluierung erfolgen, bevor das Projekt dann auf ganz NÖ ausgerollt wird, so VP-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Auch Notruf NÖ und OMV am Projekt beteiligt

Alle Polizisten im Bezirk Gänserndorf werden geschult. In den kommenden Wochen und Monaten werden laut Josef Schmoll, Präsident des Roten Kreuzes (RK) NÖ, 180 Beamte den Umgang mit halb-automatischen Defibrillatoren lernen. Beteiligt am Pilotprojekt sind auch Notruf NÖ und der Öl-und Gaskonzern OMV, der die Finanzierung übernahm.

Durch den raschen Einsatz von Defis können die Überlebenschancen nach einem Herz-Kreislaufstillstand wesentlich erhöht werden, betonte Mikl-Leitner im Rahmen einer Pressekonferenz, zudem sei die Polizei viel in den Regionen unterwegs und könne schnell am Ort des Geschehens sein.

Wenn künftig bei einem Rettungsnotruf der Bedarf eines Defibrillators festgestellt werden, könne die Polizei umgehend informiert werden. Die Beamten könnten damit auch als Ersthelfer fungieren.