Prozess: Missbrauchvorwürfe gegen 61-Jährigen. „Bin kein Kinderschänder“, beteuert 61-Jähriger und seine Ehefrau sagt: „Beim kleinsten Verdacht wäre ich nicht mehr bei ihm.“

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 01. September 2016 (05:33)
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Die Vorwürfe gegen den 61-Jährigen, der sich an einer Achtjährigen vergriffen haben soll, erhärteten sich nicht.

„Eine Welt ist für mich zusammengebrochen, als die Missbrauchvorwürfe gegen mich erhoben wurden. Ich war der Onkel Karli für die Kleine und sie unser Herz und unser Sonnenschein. Niemals hätte ich so eine Abscheulichkeit gemacht“, beteuert der 61-jährige Weinviertler aus dem Bezirk Gänserndorf auf der Anklagebank.

Er leugnet vehement, sich an der damals achtjährigen Tochter von Verwandten seiner Frau bei Besuchen vergriffen zu haben. Die Anschuldigungen des Kindes könne er sich nicht erklären: „Ich bin mit keinem böse. Ich habe die Familie immer unterstützt und ihr bei Geldsorgen unter die Arme gegriffen.“ Dies bestätigt die Kindsmutter im Zeugenstand und will auch keine Auffälligkeiten, kein geändertes Verhalten ihrer Tochter gegenüber Männern bemerkt haben.

NÖN
Richter Helmut Neumar fällte über den Weinviertler einen rechtskräftigen Freispruch im Zweifel.

Der Kindsvater betont, er werfe dem 61-Jährigen nichts vor. „Wenn ich nur den kleinsten Verdacht hätte, wäre ich nicht mehr bei meinem Mann. Die Vorwürfe stimmen nicht, sind undenkbar“, schluchzt die Ehefrau des Angeklagten.

Nach einem umfangreichen Beweisverfahren spricht Richter Helmut Neumar den Weinviertler vom Vorwurf des sexuellen Missbrauchs einer Unmündigen im Zweifel frei.