S8: Die Asfinag muss abermals nachbessern. Umweltschützer kann über Projektplanung nur noch lachen. Straßenbauer wiederum betonen, dass Nachbesserungen üblich seien.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 21. September 2016 (04:30)
Asfinag
Mit dem Bau des West-Abschnitts der S8 soll 2018 begonnen werden. Was den Ost-Abschnitt betrifft, gibt es noch keinen Zeitplan.

Ende August hatte die Asfinag ihre überarbeiteten Pläne für den West-Abschnitt der Marchfeld-Schnellstraße S8 der Behörde präsentiert und von dieser gleich wieder einen Verbesserungsauftrag erhalten. „Der mittlerweile sechste“, unkt Umweltschützer Wolfgang Rehm aus Marchegg: „Es ist bemerkenswert, dass die Straßenplaner das Projekt einfach nicht hinbekommen.“

Rehm weiter: „Die Asfinag tanzt der Behörde auf der Nase herum und glaubt, dass ihr nichts passiert, weil sie ein staatliches Unternehmen ist.“ Bis spätestens 21. November – da wird die mündliche Verhandlung zur Umweltverträglichkeitsprüfung fortgesetzt – muss der aktuelle Verbesserungsauftrag erfüllt sein.

"Ursprünglich war eine lokale Versickerung vorgesehen"

Die Asfinag sieht keinen Grund zur Aufregung. Projektleiter Thomas Schröfelbauer gegenüber der NÖN: „Ursprünglich war eine lokale Versickerung der gereinigten Straßenwässer vorgesehen. Aufgrund der behördlichen Auflagen wurde diese jedoch zunehmend unwirtschaftlich. Die Winterwässer werden nun gesammelt, gereinigt und in den Rußbach eingeleitet.“

Die neuen Unterlagen wurden am 31. August bei der Behörde eingereicht. Schröfelbauer: „Wie üblich wurden seitens der Sachverständigen vertiefende Fragen zu speziellen Fachgebieten gestellt. Die Ergebnisse und die zugehörigen gutachterlichen Stellungnahmen werden in der mündlichen Verhandlung im November behandelt.“