Schweinbarther Kreuz: Plattform für Bahnstrecke. Regionalbahn soll nicht nur erhalten, sondern auch attraktiver werden, so das erklärte Ziel.

Von Nina Wieneritsch. Erstellt am 03. Juni 2019 (04:02)
Schingerling
Gründer von „Weinviertel auf Schiene“: Adolf Wimmer („vida“), SP-Gemeinderat Roman Stamhammer (Groß-Engersdorf), Sylvia Reischel (FPÖ Bezirk Gänserndorf), Gerhard Umscheider (vida), FP-Bezirkschef Dieter Dorner, Grünen-Bezirkschefin Beate Kainz, SP-Bürgermeister Erich Trenker (Pillichsdorf), SP-Nationalrätin Melanie Erasim, Thomas Falch (Grüne Bezirk Mistelbach), SP-Gemeinderat Johann Iser (Groß-Schweinbarth) sowie JohannKeminger (SPÖ Weinviertel).

Vertreter aller Parteien aus den Bezirken Gänserndorf und Mistelbach mit Ausnahme der ÖVP rotteten sich zusammen und gründeten „Weinviertel auf Schiene“. Die überparteiliche Plattform hat sich den Erhalt des „Schweinbarther Kreuzes“ zum Ziel gemacht – jener Bahnstrecke, die eigentlich mit Dezember dichtgemacht werden soll (die NÖN berichtete).

Gemeinsam wird jetzt nicht nur der Erhalt der Regionalbahn gefordert, sondern zugleich eine Attraktivierung in Form eines Ausbaus. „Ziel ist es, die Strecke über eine Spange direkt an die Wiener U-Bahn in Leopoldau anzuschließen und auch wieder mehr Weinviertler Gemeinden – zum Beispiel Zistersdorf und Gaweinstal – in das Streckennetz aufzunehmen“, erklären die Plattform-Gründer, die auf Einladung von Nationalrätin Melanie Erasim und Dritter Landtagspräsidentin Karin Renner (beide SP) zusammengefunden hatten.

Bislang unterschrieben 3.000 Personen

Bis dato sammelten die Gewerkschaft „vida“ und andere Initiativen über 3.000 Unterschriften für den Erhalt und den Ausbau des „Schweinbarther Kreuzes“ (die NÖN berichtete). Diese sollen an VP-Verkehrslandesrat Ludwig Schleritzko übergeben werden. „Es liegt am Land NÖ, den Bahnbetrieb bei den ÖBB zu bestellen und so die Erhaltung zu ermöglichen bzw. die nötigen Investitionen für einen Ausbau in die Wege zu leiten“, so die Initiatoren.

Geklärt werden müsse auch die Frage des Güterverkehrs. Die OMV hätte offenbar nur noch einen Vertrag für einen kurzen Abschnitt in Gänserndorf, zeige am Rest der Strecke aber vorerst kein Interesse mehr. „Wenn ab Dezember auch noch der Personenverkehr eingestellt würde, wäre die Regionalbahn rascher Geschichte, als es den Pendlern lieb ist“, wird von den Mitgliedern der Plattform befürchtet.

Demnächst sollen Mandatare aller in den Gemeinden entlang der Strecke vertretenen Parteien eingeladen werden, der Initiative beizutreten.