Tätlicher Ausraster kommt teuer: Arrest. „Alles erstunken und erlogen“, leugnet 57-Jähriger, seine Ex geohrfeigt und ihr Handy demoliert zu haben. Richter glaubt ihm nicht.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 20. September 2018 (04:56)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Symbolbild
Shutterstock.com, Tiko Aramyan

„Das Opfer will 200 Euro für das demolierte Handy. Schadensgutmachung würde sich bei Ihrem getrübten Vorleben gut machen“, meint Richter Manfred Hohenecker zu dem Beschuldigten.

Der 57-Jährige schüttelt verneinend den Kopf und erklärt sichtlich ungehalten: „Kommt gar nicht in Frage. Da würde ich ja meine Schuld zugeben. “ „Sie wollen Ihrer ehemalige Partnerin also keine Ohrfeige versetzt und ihr auch nicht das Handy entrissen und zu Boden geschleudert haben?“, hakt der Richter nach. „Das ist alles erstunken und erlogen“, bekräftigt der Beschuldigte.

"Ich will ihm nichts Böses"

Er sei sehr eifersüchtig gewesen und die daraus resultierenden Ausraster seien auch der Grund für die Trennung zwischen ihm und der Frau aus dem Bezirk Gänserndorf gewesen, schildert das Opfer und bestätigt, dass ihr der Ex-Freund nach einem Streit in Rage eine Ohrfeige verpasst und das Handy zu Boden geworfen habe: „Ich will ihm nichts Böses. Ich möchte nur Frieden und meine Ruhe vor ihm.“

Der einschlägig vorbestrafte und uneinsichtige 57-Jährige wird wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung zu einer zehnmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt. Nicht rechtskräftig.