Tauziehen um Spital geht weiter

Erstellt am 22. Juni 2022 | 05:01
Lesezeit: 2 Min
Dorner Lobner
FPÖ-Dorner (links im Bild): „Der Bezirk Gänserndorf braucht ein vollwertiges Krankenhaus.“ ÖVP-Lobner (rechts im Bild): „Es gibt drei Spitäler rund um den Bezirk.“
Foto: Thomas Schindler
Die FPÖ forderte im Landtag abermals den Ausbau der Tagesklinik Gänserndorf zu einem vollwertigen Krankenhaus. Antrag wurde abgelehnt.
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Das Thema „Krankenhaus für den Bezirk“ beschäftigte wieder einmal den Landtag. Bei der jüngsten Sitzung preschte FPÖ-Abgeordneter Dieter Dorner aus Pframa abermals mit einem Resolutionsantrag vor. Er forderte, dass die Gänserndorfer Tagesklinik (MZG) zu einem vollwertigen Spital ausgebaut werde.

Dorner: „Im Vorjahr hat das Land Niederösterreich rund vier Milliarden Euro für die Gesundheit und die Landesgesundheitsagentur LGA ausgegeben. Das war ein großer Brocken des Landesbudgets.“ Daher könne er nicht verstehen, dass es in Gänserndorf kein vollwertiges Landeskrankenhaus gibt.

„Gänserndorf ist der einzige Bezirk in Niederösterreich, der über kein eigenes Spital verfügt“, betonte der Freiheitliche verärgert: „Die Gänserndorfer Tagesklinik Gänserndorf kann dieser Verpflichtung nicht nachkommen.“ Bevor über Dorners Antrag abgestimmt wurde, meldete sich noch ÖVP-Landtagsabgeordneter René Lobner aus Gänserndorf zu Wort. Er verwies auf die Versorgung der Bezirksbewohner durch die Krankenhäuser Hainburg im Süden und Mistelbach im Norden sowie durch das Wiener SMZ-Ost.

Lobner: „Ich stelle keine populistischen Forderungen auf, sondern arbeite tagtäglich daran, dass das Leistungsspektrum in der Tagesklinik verbessert wird.“ Im Wissen um die demografische Entwicklung im Bezirk habe er gemeinsam mit den zuständigen Fachleuten schon viel erreicht. Weitere Schritte würden folgen.

Darauf Dorner: „Wenn es populistisch ist, sich für eine bessere Gesundheitsversorgung für die Bürger einzusetzen, lasse ich mich gerne Populist schimpfen.“ Der Resolutionsantrag der Freiheitlichen wurde schlussendlich mit den Stimmen der ÖVP, SPÖ und NEOS abgelehnt – nur die Grünen stimmten mit der FPÖ mit.

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