Umweltverband-Jubiläum: G.V.U. wurde 30

Erstellt am 28. November 2022 | 15:48
Lesezeit: 4 Min
Gemeindeverband für Umweltaufgaben blickte bei Fest auf spannende Zeit zurück.
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Im Oktober 1992 hoben 35 Gemeinden den Gemeindeverband für Umweltaufgaben im Bezirk Gänserndorf, kurz G.V.U. aus der Taufe. Mit einem Festakt wurde das Jubiläum gefeiert. Heute sind von den 44 Gemeinden im Bezirk 42 an Bord. Nur Angern und die Bezirkshauptstadt sind nicht mit dabei.

Die beiden Bürgermeister Herbert Nowohradsky und Hans Muzik initiierten den Verband seinerzeit. Gründungsobmann war Bürgermeister Hermann Pfalz aus Hohenruppersdorf, Stellvertreter Bürgermeister Rolf Neidhart aus Strasshof.

Schon ein Jahr später startete die Sammlung von Altpapier und Biomüll. Nowohradsky erinnert sich: „1994 war der G.V.U. aufgrund der aktiven Abfallvermeidung Umweltsieger des Monats.“ Neidhart ließ die 30-jährige Geschichte Revue passieren. Landtagspräsident Karl Wilfing blickte zurück: „Früher kam der Müll auf die Gstätten, das ist heute undenkbar.“ Bei der Obmannfrage fand man eine salomonische Lösung.

Seit Beginn ist im Fünf-Jahres-Rhythmus einmal ein schwarzer und einmal ein roter Bürgermeister Obmann. Beim Stellvertreter verhält es sich genau umgekehrt. Aktuell stehen ÖVP-Bürgermeister Hermann Gindl aus Hohenruppersdorf und als Stellvertreter SPÖ-Bürgermeister Ludwig Deltl dem G.V.U. vor – und das seit 2010.
Geschäftsführerin ist seit 2020 Kathrin Dürr. Stand am Anfang der gemeinschaftliche Abtransport des Mülls, die Trennung und die Abfallvermeidung im Vordergrund, setzt man heute zusätzlich auf Ressourcenschutz. Mittels Kreislaufwirtschaft soll der Anteil der wiederverwerteten Rohstoffe auf 50 Prozent bis 2025 angehoben werden. Derzeit ist man bei rund der Hälfte.

Andere Aufgaben wie die Überwachung der Luftreinhaltung, die Einhebung der Seuchenvorsorgeabgaben, der Hausbesitzabgaben und der Kommunalsteuer sowie die Umsetzung des Energieeffizienzgesetzes kommen dazu.

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