Unterwegs zum Corona-Testen: RK-Mitarbeiter erzählt. Wolfgang Kerbl nimmt im Bezirk Gänserndorf Coronaproben ab - wir sprachen mit ihm.

Von Manuel Mattes. Erstellt am 01. April 2020 (05:34)
Wolfgang Kerbl führt für die Rotkreuz-Bezirksstelle Gänserndorf Tests durch. Schutzkleidung ist oberstes Gebot.
privat

In Zeiten wie diesen kommt dem 23-jährigen Ebenthaler Wolfgang Kerbl eine besonders heikle Aufgabe zu: Er ist ehrenamtlicher Mitarbeiter des Roten Kreuzes und führt im gesamten Bezirk Gänserndorf Coronatests durch. Der NÖN gab Kerbl Einblicke in seinen neuen Alltag.

NÖN: Wie viele Tests führen Sie bei Ihren Hausbesuchen täglich durch?

Kerbl: Als Tester haben wir Zehn-Stunden-Schichten. In dieser Zeit arbeiten wir daran, möglichst viele Abstriche zu nehmen. Da wir im gesamten Bezirk unterwegs sind, kommt es natürlich stark darauf an, wo sich die zu testenden Personen befinden.

Wie schützen Sie sich?

Als Schutzausrüstung legen wir Brillen, Masken (mindestens Klasse FFP2, Anm.), Handschuhe und Schutzkittel an. Selbstverständlich führen wir auch ausreichend Hände- und Flächendesinfektionsmittel mit. Außerdem versuchen wir, den Aufenthalt beim Patienten möglichst kurz zu halten.

In welchen Zustand treffen Sie die Menschen an, wenn sie berechtigte Ängste haben, erkrankt zu sein?

Die meisten Menschen kommen mit der Situation eigentlich sehr gut zurecht. Vor allem Leute ohne stark ausgeprägte Symptome nehmen es häufig mit Humor. Ist jemand stärker erkrankt, muss man allerdings mit etwas Fingerspitzengefühl vorgehen.

Wie genau erfolgt die Abnahme der Probe?

Für den Test kommen wir zu den Betroffenen nach Hause und führen einen Abstrich der Nasen- und Rachenschleimhaut mit speziellen Wattestäbchen durch.

Was passiert dann mit der Probe?

Nach der Probenahme wird diese beschriftet und mit einem Begleitschein verpackt. Nach der Schicht bringt jeder mobile Tester die Proben zu einer zentralen Sammelstelle. Von dort werden sie dann an die zuständigen Labors weitergeleitet.