Vater vergriff sich am eigenen Kleinkind. 22-Jähriger wurde wegen sexuellen Missbrauchs seiner vier Monate alten Tochter zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe verurteilt.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 01. Mai 2018 (16:21)
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Der 22-jährige Angeklagte leugnete die Missbrauchsvorwürfe vor Gericht zunächst, nahm den Schuldspruch dann aber doch an.
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„Schau, was ich da mache“, habe der 22-jährige Angeklagte gesagt und sich dann aufs Ekelhafteste an dem Säugling vergangen, schildert der Zeuge das unfassbare Geschehen im Badezimmer einer befreundeten Familie im Bezirk Gänserndorf.

Geschockt habe er dem Weinviertler mit den Worten „Bist deppert?“ Einhalt geboten und dessen Arm von dessen vier Monate alter Tochter weggezogen. Später habe er den Vorfall seiner Schwester erzählt, die sich schließlich dazu entschlossen habe, die Behörden zu alarmieren, erzählt der Zeuge vor dem Richter.

Angeklagt sprach von einem "Missgeschick"

Zeigte sich der 22-Jährige bei der ersten Einvernahme zu dem Missbrauchsvorwurf noch geständig, leugnete er diesen bei den folgenden Vernehmungen. Auch beim Schöffenprozess sprach der Angeklagte von einem „Missgeschick“. Er sei beim Baden des Säuglings nur mit seinem Finger abgerutscht, beteuerte er.

Nach dem Beweisverfahren befand der Schöffensenat den 22-Jährigen des schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen für schuldig und verhängte über diesen eine teilbedingte Freiheitsstrafe von 18 Monaten. Von diesen muss der Weinviertler ein halbes Jahr hinter Gittern absitzen. Das Urteil ist rechtskräftig.