Waffenschein fehlte: 25-Jähriger vor Gericht. Bezirk Gänserndorf: Ein 25-Jähriger stand vor Gericht, da er Revolver und Pistole einem Metallpolierer, der keinen Waffenschein besitzt, überlassen hat.

Von Christian Pfeiffer. Erstellt am 16. Januar 2021 (04:18)
Wegen Überlassung von Schusswaffen an eine unbefugte Person wurde der Geschäftsführer eines Waffenladens angeklagt.
NOEN

„Wer, wenn auch nur fahrlässig, Schusswaffen der Kategorie B einem Menschen überlässt, der zu deren Besitz nicht befugt ist, ist vom ordentlichen Gericht mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bis zu 720 Tagessätzen zu bestrafen.“

Mit dieser Anklage sah sich ausgerechnet der Geschäftsführer eines Waffengeschäftes im Bezirk am Landesgericht Korneuburg vor Richter Manfred Hohenecker konfrontiert. Der Anlass für die Anklage durch die Staatsanwaltschaft, die vom Ersten Staatsanwalt Friedrich Köhl vertreten wurde, war die Überlassung von zwei Revolvern der Marke „Smith & Wesson“ und einer „Colt“-Pistole zum Zwecke der Reinigung durch einen 39-jährigen Metallpolierer, der selbst weder eine Waffenkarte beziehungsweise einen Waffenführerschein besitzt.

Der angeklagte Geschäftsführer bestritt die Vorwürfe, da die drei Waffen nicht schussfähig gewesen und dem Metallpolierer zerlegt übergeben worden seien. Der Zeuge und die Beweisfotos der Polizei bestätigten diese Aussage, weswegen der 25-Jährige freigesprochen wurde.