Weihnachtsfest zwischen den Covid-Lockdowns. Ganz unterschiedlich verbringen die Promis aus dem Bezirk Gänserndorf den Heiligen Abend im heurigen Coronajahr. Einer „flieht“ sogar in den Süden.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 23. Dezember 2020 (04:28)
Ab in den Süden: Der Hektik und dem Trubel entflieht der bekannte Lasseer Künstler Gottfried „Laf“ Wurm immer kurz vor dem Heiligen Abend. Da geht’s nämlich in die Steiermark.
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Solche Weihnachten hat das Land noch nicht erlebt – vor dem großen Fest gab es den zweiten harten Covid-19-Lockdown, ab dem Stefanitag folgt der dritte. Wie feiern eigentlich die Promis aus der Region heuer den Heiligen Abend und die darauffolgenden Festtage?

„Ruhig, im kleinen Kreis mit meiner Frau und den beiden Kindern am 24. Dezember“, verrät Gänserndorfs VP-Bürgermeister und Landtagsabgeordneter René Lobner. Am Christtag steht dann ein Besuch bei den engsten Familienmitgliedern am Programm: „Natürlich nur kurz und mit allen Sicherheitsvorkehrungen.“

„Am Abend des 23. Dezembers schalte ich dann in den Weihnachtsmodus.“ René Lobner, VP-Landtagsabgeordneter

Am 23. Dezember, am Nachmittag, hilft Lobner noch bei den letzten Corona-Testungen in der Gänserndorfer Stadthalle mit: „Am Abend werde ich mir dann zu Hause ein oder zwei Bierchen gönnen und in den Weihnachtsmodus schalten.“

Für die Dritte Landtagspräsidentin Karin Renner (SPÖ) aus Markgrafneusiedl gibt es in diesem Jahr ein geteiltes Weihnachtsfest. „Wir haben im Einvernehmen mit meinem Sohn und meinem Bruder beschlossen, die Besuche aufzuteilen. Das heißt, die Familien von meinem Sohn und meinem Bruder werden extra besucht, um die Kontakte so weit wie möglich gering zu halten.“ Am Heiligen Abend kommt im Hause Renner traditionell Fisch mit Kartoffelsalat auf den Esstisch.

Gänserndorfs Rotkreuz-Bezirksstellenleiter Thomas Hasenberger feiert das Fest der Liebe ebenfalls nur im kleinsten Kreise. „Vor den Feiertagen unterziehen wir uns aber alle einem Schnelltest, um sicherzugehen, dass niemand gefährdet wird“, so der Gymnasiallehrer. Wenn man alle Vorschriften einhält und die maximal erlaubte Personengrenze nicht ausschöpft, sollte es möglich sein, sicher durch die Weihnachtszeit zu kommen, so Hasenberger.

Der Hektik und dem Trubel entflieht der bekannte Lasseer Künstler Gottfried „Laf“ Wurm immer kurz vor dem Heiligen Abend. Da geht es ab in den Süden – wobei dieser aber gar nicht so weit weg ist. St. Jakob im Walde im steirischen Joglland ist das Ziel für eine Woche. Unweit von Roseggers Waldheimat verbringt Wurm mit seiner Lebensgefährtin Elfi Winter die stille Zeit. Mit von der Partie ist auch immer die 97-jährige Tante von Elfi.

Angekommen im schmucken Häuschen mit Blick auf die St. Jakober Parrkirche wird der Wurm’sche „Wanderchristbaum“ im traditionell rustikalen Stil geschmückt. „Wie im steirischen Bauerngwaund“, meint Wurm lachend. Ganz wichtig ist, dass am Baum echte Bienenwachskerzen brennen.

Am Heiligen Abend gibt es zu Mittag Karpfen und am Abend Lachs. Höhepunkt ist dann die Mitternachtsmette. Während Elfi die Feiertage mit ihrer Tante beschaulicher angeht, liebt es Wurm, ausgedehnte Winterwanderungen in der verschneiten Landschaft zu unternehmen. Nach Silvester wird der „Bauerngwaund“-Wanderchristbaum abgeschmückt, ins Auto verfrachtet und zu Hause in Lassee in einem ganz anderen Stil wieder aufgeputzt.

Einen besonderen Auftritt am Heiligen Abend hat wieder Paralympics-Schwimmer Andreas Onea aus Deutsch-Wagram. Er wird für „Licht ins Dunkel“ im ORF-Studio sein und danach im kleinen Kreis feiern. Ähnlich sieht es bei Tennis-Star Jürgen Melzer, ebenfalls aus Deutsch-Wagram, aus. Er wird mit seiner Familie, inklusive Bruder Gerald, zu Hause den Heiligen Abend verbringen. „Aber kochen werde ich nicht – und das ist auch gut so.“

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