Weinviertlerin kein Feuerteufel: Freispruch. Bei Sportlerfest gab es drei Mal Feueralarm. Angeklagte Brandstifterin ging frei. Für Sachbeschädigung gab es bedingte Strafe.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 23. Januar 2020 (06:52)
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Sie sei beim Sportlerfest gewesen, aber mit den drei Bränden (zwei angezündete Container und ein Holzstadl) habe sie nichts zu tun, beteuerte eine 50-Jährige aus Angern vor Gericht. Den Besuch des Festes konnte die Weinviertlerin nicht bestreiten, wurde sie doch von einigen Zeugen gesehen.

Darunter auch Angerns Bürgermeister Robert Meißl: „Ich kann mich erinnern, weil Sie meinen Gruß nicht erwidert hat. Sie war schick gekleidet und ich dachte noch, sie geht zum Fest. Ich begegnete ihr beim Feuerwehrhaus, wo es später in der Nähe gebrannt hat.“

„Ich kann mich an sie erinnern, weil sie meinen Gruß nicht erwidert hat.“ Angerns Bürgermeister Robert Meißl

Unter Verdacht, der dreifache Feuerteufel gewesen zu sein, war die 50-Jährige geraten, weil sie am 2. Juli vergangenen Jahres einen Holzstapel des Nachbarn angezündet hatte. „Ich konnte nicht ins Haus, weil ich die Schlüssel verloren hatte. Ich rief die Polizei an, aber die konnte mir nicht helfen. Da zündete ich den Holzstapel an und rief die Feuerwehr. Die sind gleich gekommen und haben mir auch geholfen, wieder ins Haus zu kommen“, schilderte die Weinviertlerin und gab die Sachbeschädigung (Schaden 100 ) zu.

Nach einem umfangreichen Beweisverfahren wurde die Weinviertlerin vom Vorwurf der Brandstiftung freigesprochen. Für die Sachbeschädigung setzte es drei Monate auf Bewährung.