Wenn das Auto streikt .... Im Winter haben Pannenfahrer Hochsaison. Die NÖN begleitete ARBÖ-Mechaniker Dietmar Naglmeier bei seiner Arbeit. Die meisten Einsätze sind Batteriegebrechen geschuldet.

Von Manuel Mattes. Erstellt am 01. Februar 2017 (05:36)
NOEN, Mattes
Batteriegebrechen sind einer der häufigsten Gründe für Pannenfahrten. Mechaniker Dietmar Naglmeier sorgt für Abhilfe – sehr zur Freude von ARBÖ-Mitglied Gabriel Becker aus Deutsch-Wagram.

Die Temperaturen übersteigen seit Wochen kaum die Null-Grad-Marke, Teiche und Seen laden zum Eislaufen ein: Was den Winter-Fans ein zufriedenes Lächeln auf die Lippen zaubert, ist für ARBÖ-Pannenfahrer Dietmar Naglmeier die stressigste Zeit des Jahres. Der gebürtige Waldviertler, der nun in Angern wohnt, arbeitet seit Dezember des Vorjahres am Stützpunkt Gänserndorf.

Gemeinsam mit seinen Kollegen kommt er zur Hilfe, wenn der fahrbare Untersatz streikt. „Das Gebiet, das wir abdecken, ist relativ groß, wir sind im ganzen Bezirk unterwegs“, so Naglmeier, dem sein Job sichtlich Freude bereitet. Ein Mechaniker ist fix als Fahrer eingeteilt, gerade im Winter kann es aber durchaus vorkommen, dass Kollegen auch mit dem Privatauto zu Einsätzen eilen, wenn der Pannenwagen gerade anderswo unterwegs ist.

Einsätze aufgrund defekter Batterien

Freitag, 11.30 Uhr: Ein Kunde aus Deutsch-Wagram ruft am Stützpunkt an – sein Auto startet nicht. „Wahrscheinlich die Batterie“, mutmaßt Naglmeier. Das Drehen des Zündschlüssels entlockt dem Cabrio älteren Baujahrs keinen Mucks. Die Starterkabel, natürlich ein fixer Bestandteil im Pannenwagen, sind rasch an den Polen der Batterie angeschlossen und der Verdacht des Mechanikers bestätigt sich: Sekunden später schnurrt der Motor wieder. Kunde Gabriel Becker ist sichtlich dankbar, der Kauf einer neuen Batterie erweist sich allerdings als unumgänglich.

Mit welchen Gebrechen hat Naglmeier am häufigsten zu tun? „Immer wieder kommt es vor, dass jemand falschen Treibstoff tankt, der muss dann aus dem Pkw gepumpt werden – eine langwierige Arbeit. Gerade im Winter überwiegen allerdings die Einsätze aufgrund defekter Batterien.“

Wenig später wartet bereits der nächste Einsatz, diesmal in Leopoldsdorf. Der 9-jährige Mazda einer Dame springt nicht an. Auch hier ist die Batterie der Übeltäter. Nach erfolgter Starthilfe fährt die Kundin direkt hinter Naglmeier zum ARBÖ-Stützpunkt nach Gänserndorf, um die Batterie tauschen zu lassen – das ist kostenlos.

Wer glaubt, das war’s für heute, hat sich getäuscht: Kaum ist Naglmeier wieder am Stützpunkt eingetroffen, läutet das Telefon erneut ...

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