„willhaben“-Betrüger wandert hinter Gitter. Bezahlt, aber auf die georderte Ware warten die Käufer heute noch: Gänserndorfer bekam nun vom Gericht Rechnung präsentiert.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 02. April 2019 (08:59)
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„Ich werde so etwas nie wieder machen. Ich werde meine Lehre beenden und mir einen Job suchen“, gibt sich der 32-jährige Gänserndorfer nach einigen Wochen hinter Gittern geläutert.

„Das haben Sie schon einigen Richtern gesagt. Im April 2017 wurden Sie wegen Betrügereien auf ,willhaben‘ verurteilt und nur wenige Monate später machen Sie dasselbe wieder. Sie haben auf ,willhaben‘ Waren angeboten, meist Werkzeug oder Elektrogeräte, abkassiert und dann nichts mehr von sich hören lassen“, entgegnet der Richter harsch. Er setzt fort: „Zu guter Letzt haben Sie dann Ihrer damaligen Gefährtin die Schuld in die Schuhe geschoben, das ist ja besonders fies.“ Im Anschluss lässt der Richter die zahlreichen Geschädigten, die bis heute auf die bereits bezahlte Ware warten, aufmarschieren.

An die 9.000 Euro machen die Opfer geltend und der Gänserndorfer, der vor dem Richter Gutpunkte sammeln möchte, erkennt den Schadensbetrag an. Er gibt auch zu, sich Privatdarlehen von insgesamt 7.900 Euro von Bekannten ergaunert zu haben.

Für den Gänserndorfer gibt es diesmal kein Pardon: Er wird wegen schweren gewerbsmäßigen Betruges und Verleumdung zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Rechtskräftig.