Winter hinterließ Spuren bei Arbeitslosigkeit. Mit Ende Jänner war im Bezirk der Höhepunkt der Saisonarbeitslosigkeit erreicht: Rund 5.300 Personen waren gemeldet.

Erstellt am 14. Februar 2017 (08:05)
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Gänserndorfs AMS-Bezirksstellenleiter Alfred Walbert ortet jetzt den Höhepunkt der Saisonarbeitslosigkeit.
AMS

Ende Jänner belief sich der Stand an vorgemerkten Arbeitsuchenden beim AMS Gänserndorf auf 5.299 Personen – ein Plus von 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Aber: „Rund 1.000 von ihnen haben von ihrer Firma eine Einstellzusage und werden spätestens zu Ostern wieder in Beschäftigung sein“, analysiert Gänserndorfs AMS-Geschäftsstellenleiter Alfred Walbert den nunmehrigen Höhepunkt der saisonbedingten Winterarbeitslosigkeit. Gegenüber den Vorjahren sank diese aber heuer um 20 bis 30 Prozent. „Offensichtlich arbeiten mehr Firmen das ganze Jahr durch bzw. gibt es flexible Arbeitszeitmodelle, die Unterbeschäftigung im Winter ausgleichen“, so Walbert.

Beschäftigung steigt – dank Teilzeitjobs

Nach wie vor steigt auch die Beschäftigung, nämlich auf 40.721 unselbstständige Angestellte und Arbeiter (plus 1,2 Prozent). Dennoch: Das Gesamtarbeitsvolumen bleibt gleich – dieselbe Arbeit teilt sich auf mehrere Personen auf, etwa durch Teilzeitbeschäftigung.

Auch im Jänner ist, so Walbert, im Bezirk Gänserndorf der überproportional starke Anstieg der Arbeitslosigkeit von Frauen (mit plus 6,4 Prozent ein fast doppelt so hoher wie bei den Männern) zu beobachten. Um dem entgegenzuwirken, setze das AMS auf „Gender Budgeting“ und investiere damit in Frauen-Förderangebote sowie auf maßgeschneiderte höherwertige Qualifizierung. 1.300 Frauen bekommen so im Rahmen von „Frauen in Handwerk und Technik“ die Gelegenheit, Berufe in sogenannten „Männerdomänen“ zu erproben.

Zwei Prozent weniger arbeitslose Jugendliche

Erfreulich entwickeln sich die Zahlen bei Jungen: Ende Jänner waren um 2 Prozent weniger beim AMS gemeldet als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Auch der Stellenmarkt entwickelt sich günstig. Die meisten offenen Stellen gibt es im Metall-Elektrobereich, bei Technikern und auch im Handel.

und Technik“ die Gelegenheit, Berufe in sogenannten „Männerdomänen“ zu erproben.

Erfreulich entwickeln sich die Zahlen bei Jungen: Ende Jänner waren um 2 Prozent weniger beim AMS gemeldet als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Auch der Stellenmarkt entwickelt sich günstig. Die meisten offenen Stellen gibt es im Metall-Elektrobereich, bei Technikern und auch im Handel.