Wirbel nach FPÖ-Posting um Corona-Impfung

Sylvia Reischel, FPÖ-Pressereferentin des Bezirks Gänserndorf, griff die Pflegeleiterin einer Corona-Intensivstation verbal an.

Erstellt am 24. November 2021 | 05:31
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Sorgte für Aufregung im Netz: Sylvia Reischel, FPÖ-Pressereferentin des Bezirks.
Foto: privat

Für Aufregung sorgte Sylvia Reischel, FPÖ-Pressereferentin des Bezirks, im Internet: Sie kritisierte nämlich die Pflegeleiterin einer Corona-Intensivstation im Linzer Kepler-Universitäts-Klinikum, die öffentlich erklärt hatte, dass sie mittlerweile kein Verständnis mehr für Ungeimpfte habe.

Diese würden unnötig die Krankenhäuser sowie deren Intensivstationen überlasten und Ärzte bzw. Pfleger an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit bringen. Alle Mitarbeiter seien mehr als erschöpft.

Reischel gefielen die Aussagen der Pflegeleiterin gar nicht. Sie postete: „Gute Frau, ich habe in meinen über 40 Berufsjahren rund 400.000 Euro in die Krankenversicherung einbezahlt. Bis dato wurde ich drei Mal je einen Tag und eine Nacht stationär behandelt. Wenn ich heute als Ungeimpfte in stationäre Behandlung müsste, dann ist das mein teuer bezahltes Recht!“

Reischel weiter: „Ihr Verständnis dafür ist völlig irrelevant und Ihr unfassbares Statement verachtungswürdig. Ihre verbalen Entgleisungen müssen Konsequenzen haben. Legen Sie einfach Ihre Funktion im medizinischen Bereich zurück. Sie sind eine Schande.“

Reaktion ließ nicht lange auf sich warten

Die Reaktion der Andersdenkenden ließ nicht lange auf sich warten. Sie stellten sich sofort auf die Seite der Pflegeleiterin und verurteilten Reischels „Entgleisung“.

Weiters sprachen sie von einer „befremdlichen und erschreckenden Überheblichkeit“ der blauen Politikerin: „Keineswegs wurde ihr (Reischel, Anm.) oder anderen Ungeimpften in irgendeiner Form das Recht auf eine Spitalsbehandlung abgesprochen.“