Wird Schweinbarther Kreuz bleiben?. Die ÖBB investieren im Jahr 2018 massiv in Sanierungen und Ausbaumaßnahmen. Und: Nebenbahnen sollen erhalten bleiben.

Von Nina Wieneritsch. Erstellt am 15. März 2018 (04:13)
ÖBB/Harald Eisenberger
Damit die Züge weiterhin durchs Land brausen können, investieren die ÖBB heuer vor allem in der Ostregion in Ausbau und Sanierungen. Zudem wird das Projekt Nordbahn vorangetrieben.

Ein klares Bekenntnis zum Erhalt und weiteren Betrieb der Nebenbahnen in Niederösterreich legen FP-Verkehrsminister Norbert Hofer und ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä ab. „Im Gesamtpaket der Bahn sind die Nebenbahnen ein wesentlicher Faktor“, betont Hofer. Zusätzliche Abtretungen von ÖBB-Strecken an die Bundesländer, wie in der Vergangenheit vielfach vorgenommen, seien derzeit nicht geplant.

Im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst nimmt Matthä zur Zukunft des Personenverkehrs auf einigen Nebenbahnlinien in Niederösterreich Stellung, so auch zum „Schweinbarther Kreuz“, eine Regionalbahn mit zwei Ästen zwischen Bad Pirawarth, Groß-Schweinbarth und Obersdorf bzw. Bad Pirawarth, Groß-Schweinbarth und Gänserndorf. „Zurzeit stehen wir mit den Verkehrsverbünden in Diskussion, wie es mit diesen Bahnlinien weitergehen soll“, so Matthä.

„Die Bahn erfreut sich derzeit eines Booms, wie ihn zuletzt unsere Urgroßväter erlebt haben.“ FP-Verkehrsminister Norbert Hofer

„Die Bahn erfreut sich derzeit eines Booms, wie ihn zuletzt unsere Urgroßväter erlebt haben“, so Hofer. 670 Millionen Euro investieren die ÖBB 2018 daher allein im Osten Österreichs in ihre komplette Infrastruktur, wo insgesamt 3,7 Millionen Einwohner regelmäßig mit dem Zug pendeln.

Außerdem sollen einige „Jahrhundertvorhaben“, so Matthä, realisiert werden, darunter auch die Nordbahn zwischen Wien-Süßenbrunn über Gänserndorf und Hohenau bis zur tschechischen Staatsgrenze. Die Planungen hierfür werden auch in diesem Jahr vorangetrieben.

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