„Bio Kisterl": Eine Erfolgsgeschichte aus Glinzendorf. Der Biohof Adamah bringt seit 20 Jahren seine gesunden Waren in die Häuser der Kunden. Aus dem anfänglichen Ziel von 500 Lieferungen wurden 7.000 pro Woche.

Von Ulla Kremsmayer. Erstellt am 22. November 2020 (04:38)
Sigrid und Gerhard Zoubek schrieben gemeinsam die Erfolgsgeschichte des Biohofs Adamah in Glinzendorf.
Adamah

Die Erfolgsgeschichte begann schon vor einem Vierteljahrhundert: Sigrid und Gerhard Zoubek hatten geheiratet und den Hof von Sigrids Eltern in Glinzendorf übernommen. Sigrid war schon länger mit der Wirtschaft unzufrieden gewesen: „Der Boden war eigentlich komplett zerstört“, sagt sie, so viel Gift hatte alles Leben umgebracht.

Also wagten sich die Zoubeks als einer der ersten Marchfelder Bauern in die Biowirtschaft. Anbau und Ernte funktionierten bald, doch wie sollte das kostbare Gut nun an die Leute gebracht werden? „Wir zwei waren, Gott sei dank, auch sehr unterschiedlich“, erzählt Gerhard Zoubek. „Sigrid war am liebsten am Feld und werkte in der Erde, ich hingegen wollte auch unter Menschen. Das war auch gut, so machten wir unsere ersten Hoffeste und fanden die ersten Kundschaften.“ Wenig später sei die Idee mit dem Kisterl gekommen. „Wir hatten nur einen Lieferwagen und im Kisterl war auch nicht gar so viel drinnen, oft nur Kraut, Rüben, Kartoffel und Karotten. Drei Touren in der Woche“, so Sigrid. „Mein Ziel war es damals, 500 Kisterl auszuliefern, jetzt sind es 7.000 pro Woche“, sagt Gerhard Zoubek stolz.

Und es seien nicht nur die Kisterl, die zu Erfolg führten, es sind auch die Feste, die Seminare und die Kochworkshops. „Wir haben die Herausforderung angenommen. Stolz können wir sagen, das wird von uns bleiben. Wir hinterlassen keine verbrannte Erde.“ Die Familie ist mittlerweile eine Großfamilie, die vier Kinder sind erwachsen und samt Schwiegerkindern ebenso am Hof tätig geworden.