40 Bauplätze sind in Spannberg geplant. VP-Ortschef Herbert Stipanitz möchte auch betreubares Wohnen sowie Ausbau der Solaranlagen umsetzen.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 07. Juni 2020 (06:13)
VP-Bürgermeister Herbert Stipanitz stellt sich mit seinem Team den Herausforderungen dieses besonderen Jahres.
Mauritsch

Große und kleine Projekte stehen auf der Jahresagenda von VP-Bürgermeister Herbert Stipanitz. Ob betreubares Wohnen, Baulandschaffung oder Photovoltaikausbau – zurückstellen möchte der rührige Ortschef möglichst keines davon.

„Wir sind finanziell gut aufgestellt und erwarten uns auch Gelder aus Förderprogrammen“, sieht Stipanitz die Gemeinde als Wirtschaftsmotor in der Region.

Noch diese Woche ist Bauverhandlung, im Herbst ist der Spatenstich geplant. Das Projekt betreubares Wohnen ist auf Schiene. Damit geht für Stipanitz ein Herzenswunsch in Erfüllung, wie er selbst sagt: „Spannberger, die im Alter nicht mehr alleine wohnen können oder wollen, haben damit die Möglichkeit, in ihrem gewohnten Umfeld und im Ortsverband bleiben zu können.“

Insgesamt zwölf Wohnungen werden auf dem 1.300 Quadratmeter großen Areal errichtet, Gemeinschaftsräume laden zum geselligen Beisammensein ein. Die Mieter können zwischen verschiedenen Betreuungsarten wählen. Die Gemeinde ist Baurechtsgeber, der Baurechtszins wird direkt den Mietern zufließen und damit die Kosten reduzieren. Im Herbst ist eine Informationsveranstaltung geplant.

Platz für Einfamilienhäuser soll im Nahbereich der Hofstadl-Siedlung entstehen. Dort wurde bereit der letzte Bauplatz verkauft, Bedarf an Siedlungsgebiet ist allerdings nach wie vor gegeben. Die durch Corona gestoppten Vorgespräche mit den Grundstückseigentümern werden jetzt wieder aufgenommen. „Wir werden rund 40 Bauplätze schaffen – und das zu leistbaren Konditionen“, so Stipanitz, der für junge Menschen und Familien Wohnraum im Ort anbieten möchte.

Die Umwidmung ist bis 2021 geplant. An die 600.000 Euro wird die Gemeinde für Infrastruktureinbauten in die Hand nehmen. „Der Quadratmeterpreis wird geringfügig über 20 Euro liegen“, so Stipanitz – um schmunzelnd anzumerken: „Da werden wir über eine Erweiterung der Kinderbetreuung nachdenken müssen.“

Für ein Kulturkleinod beginnt heuer ein neuer Lebenszyklus. Die rund 220 Jahre alte Sebastianikapelle wird unter Aufsicht des Bundesdenkmalamtes trockengelegt und originalgetreu saniert. Die Arbeiten sollen noch heuer abgeschlossen werden.

Asphaltierung des Güterwegs auf Agenda

Ebenfalls in den Startlöchern steht die Asphaltierung des Umfahrungsgüterweges. „In den nächsten Jahren sollen an die acht Kilometer der Güterwege asphaltiert werden. Es gab in der Vergangenheit immer wieder Schäden durch Starkregen“, erklärt Stipanitz. Das Projekt wird mit 50 Prozent vom Land NÖ gefördert.

Geld von der öffentlichen Hand erhofft sich Stipanitz auch für ein weiteres Projekt: Den Ausbau der Photovoltaikanalgen auf gemeindeeigenen Gebäuden. Die Kläranlage hat schon Sonnenstrom am Dach. Gemeindeamt und Bauhof sollen folgen, wenn die Eignung gegeben ist.

„Ich hoffe hier auf die Investitionsförderung des Bundes“, möchte Stipanitz die Ausrichtung als Klimabündnisgemeinde voranzutreiben. Am Programm steht auch der Neubau der großen Kirchenstiege und der Weinviertelrastplatz.

Apropos Finanzen: Mit einem Überhang im Rechnungsabschluss 2019 von 315.000 Euro, Rücklagen von rund 210.000 Euro und einem Schuldenstand von 200.000 Euro steht die Gemeinde gut da.